Hiesfelder Verein: Freibad-Sanierung preiswert möglich

11. Juni : Verein: Freibad-Sanierung preiswert möglich

Über Ergebnisse der Machbarkeitsstudie will Freibadverein in der Mitgliederversammlung informieren.

Schriftlich liegt die Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Freibades in Hiesfeld noch nicht vor. Doch nach den Aussagen von Thomas Giezek, Vorsitzender des Freibadvereins, der einen Architekten gebeten hat, die Studie anzufertigen, sollen die Kosten deutlich unter den rund 7,7 Millionen Euro liegen, die von den Stadtwerken für den Neubau des Bades genannt worden sind. Giezek geht von einem Kostenrahmen zwischen 1,9 bis 2,5 Millionen Euro aus, wenn das vorhandene Becken Instand gesetzt und weiterhin genutzt wird

Über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen die Mitglieder des Freibadvereins in der nächsten Mitgliederversammlung informiert werden. Diese findet am Dienstag, 11. Juni, Beginn 19 Uhr, in den Räumen des Huberts an der Trabrennbahn statt. In dieser Sitzung wird auch die Einschätzung eines Rechtsanwalts vorgestellt, den der Freibadverein beauftragt hatte, unter anderem die im Ratsbeschluss von März geforderte Bürgschaft in Höhe des Investitionsvolumen von bis zu acht Millionen Euro juristisch zu bewerten. Wie Thomas Giezek erklärte, soll eine solche Bankbürgschaft, die das Architektur-, beziehungsweise Planungsbüro beibringen soll, das die Freibadsanierung übernimmt, sittenwidrig sein. Zudem ist nach Giezeks Worten keine europaweite Ausschreibung der Planung der Freibadsanierung bei einem reduzierten Kostenvolumen von 1,9 bis 2,5 Millionen Euro erforderlich. Der Ratsbeschluss von März enthält die Auflage, dass das Architektur-/Planungsbüro sich an der erneuten europaweiten Ausschreibung für das Hiesfelder Bad beteiligen muss.

Sauer ist Thomas Giezek auf die Stadtwerke, denen er vorwirft, dass sie in Sachen Freibad nicht gerade kooperativ sind. Der Freibadverein hatte die Stadtwerke gebeten, Wasser in das alte Becken laufen lassen zu können, um festzustellen, ob es Schieflage hat. Von der Bäder GmbH der Stadtwerke wurde mitgeteilt, dass dafür Kosten in Höhe von rund 5000 Euro anfallen würden, für Wasser, Abwassergebühren und Personal. Hingewiesen wurde von Dinbad darauf, dass zur Erstellung von Materialanalysen Kernbohrungen im Boden und in den Wänden des Beckens durchgeführt wurden. Zudem enden die Öffnungen der ehemaligen Beckeneinströmung nach Demontage der alten Aufbereitungsanlage in der früheren Filtersube. Die Dinbad GmbH verlangte vom Freibadverein, dass dieser Garantien für Dichtheit übernimmt und für etwaige Schäden am Freibadgebäude aufkommt. Giezek hat den Eindruck, dass die Stadtwerke das „Becken verkommen lassen“.

Die Stadtwerke werden sich am Montag, 27. Mai, zu den Ergebnissen der Untersuchung alternativer Standorte für das Freibad Hiesfeld äußern.

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