Hiesfelder Freibadverein denk nun an einen gerichtlichen Baustopp

Vorstand tagte : Freibadverein will gerichtlichen Baustopp

Hiesfelder wollen den von den Dinslakener Stadtwerken geplanten Abbruch des alten Freibadbeckens nicht einfach hinnehmen. Beim Betrieb eines Freizeitparks würde der Verein nicht mitmachen.

Der Hiesfelder Freibadverein wird sich juristisch beraten lassen, ob die Möglichkeit besteht, vom Verwaltungsgericht einen Baustopp für den geplanten Abriss des alten Schwimmbeckens zu erwirken. Dies kündigte am Mittwoch Vorsitzender Thomas Giezek an, nachdem der Vorstand des Vereins zu einer Sitzung zusammengekommen war. Diskutiert wurden die jüngsten Beschlüsse des Aufsichtsrates des Dinslakener Stadtwerke, dessen Mitglieder einstimmig dafür votiert hatten, das alte Becken des Freibades in Hieseld zurückbauen zu lassen.

Dieser Schritt wird von den Stadtwerken als notwendig für alle weiteren Planungen auf dem Freibad-gelände angesehen. Dies gelte sowohl für die vom Dinslakener Stadtrat beschlossene Errichtung einer naturnahen Freizeitanlage für Familien als auch für den Fall, dass ein Bürgerbegehren für einen Neubau eines Freibades mit einem 50-Meter-Becken erfolgreich sein sollte. Nach Aussage der Stadtwerke werde durch den Abriss des Beckens auch die Umsetzung der bestehenden Verkehrssicherungspflicht für die ruhende Baustelle leichter und auch kostengünstiger. Einen Zeitplan für den Abriss gibt es noch nicht, wie von den Stadtwerken zu erfahren war. In der kommenden Woche soll mit den Vorbereitungen und der Festlegung der Details für die Auftragsvergabe begonnen werden, die dann Ende der nächsten Woche abgeschlossen sein sollen.

Der Freibadverein argumentiert, dass die Stadtwerke von der Kommune den Auftrag erhalten hatten, in Hiesfeld ein Freibad zu betreiben. Da dies dort angeblich nicht möglich sei, müsste das kommunale Versorgungsunternehmen das Grundstück, das es von der Kommune zu diesem Zweck erhalten habe, wieder an diese zurückgeben. Alternativ zum Freibad könnte nicht einfach ein Freizeitpark aufgemacht werden, so Thomas Giezek. Ein Park, der dann von der Dinslakener Bäder GmbH, einer Tochter der Stadtwerke, die das Freibad übernehmen sollte, betrieben werde, gab Thomas Giezek zu bedenken.

Er bekräftigte zudem, dass der Freibadverein nicht beim Betrieb eines Freizeitparks mitmachen würde, da dies nicht sein „Ziel und Zweck“ sei. Vielmehr gehe es dem Verein in erster Linie um den Erhalt des Hiesfelder Freibades, um die Förderung des Sports und darum, dass die Kinder das Schwimmen erlernen. Würde der Vereinszweck entfallen, so würde der Verein damit auch seine Existenzberechtigung verlieren. In letzter Konsequenz würde dies bedeuten, dass der Verein sich auflösen müsste. In diesem Fall würde das Vermögen, das der Verein besitzt, an die Lebenshilfe gehen, wie Thomas Giezek weiter sagte.