Hiesfelder Freibadverein: dem Bürgerbad eine Chance geben

Das alte Becken funktionstüchtig machen : Verein: Bürgerbad Chance geben

Projekt soll nach den Sommerferien dem Bürgermeister erläutert werden.

Der Freibadverein hält an seinen Plänen fest, das Hiesfelder Bad zu übernehmen und als Bürgerbad zu betreiben. Nach den Sommerferien soll zu diesem Thema ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Heidinger stattfinden. Das Stadtoberhaupt habe sich aus seinem Urlaub gemeldet und seine Bereitschaft zu dem Treffen erklärt, wie Thomas Giezek; Vorsitzender des Freibadvereins, berichtete. Seine Stellvertreterin Lilo Wallerich sowie Reinhard Claves hoffen, dass Stadtwerkechef Josef Kremer an dieser Zusammenkunft mit dem Verwaltungschef teilnimmt. Denn beide sollen von dem Bürgerbad-Projekt überzeugt werden. Bei diesem Treffen will Giezek dann ein Grobkonzept zum künftigen Betrieb des Bürgerbades vorlegen, wie er sagte.

Enttäuscht sind Thomas Giezek und seine Mitstreiter darüber, dass CDU und SPD sich bereits gegen die Pläne des Freibadvereins ausgesprochen haben. „Wir hoffen, dass das Bürgerbad eine Chance bekommt“, sagte Giezek, der überzeugt ist, dass viele Bürger mitmachen werden, damit das Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Grundvoraussetzung dafür sei aber, dass der Verein über das Freibadgelände verfügen könne. „Wir brauchen die Option auf das Grundstück“, bekräftigte Giezek. Nach dem Besuch des Elsebades in Schwerte haben Vertreter des Hiesfelder Vereins in einem offenen Brief erklärt, das Projekt „Bürgerbad Hiesfeld“ in die eigene Hand nehmen und dafür auch das „volle unternehmerische Risiko“ tragen zu wollen: Der Verein habe sich auch in der Vergangenheit stets dafür ausgesprochen, das alte Becken wieder funktionstüchtig zu machen und zu nutzen, so Reinhard Claves. Die Idee, ein neues Becken neben dem alten zu gründen, sei von den Stadtwerken gekommen und werde nicht vom Freibadverein verfolgt, wie Claves weiter sagte. Alle Gutachten, die mit ausschlaggebend für das Aus für das Hiesfelder Freibad waren, hätten sich auf das neue Becken bezogen, nicht aber auf die Sanierung im Bestand.

Nach ersten Überlegungen von Thomas Giezek und seinen Mitstreitern, die noch mit den Vereinsmitgliedern abgestimmt werden sollen, soll das Bürgerbad als Freibad eröffnet werden. Bei den Planungen sollen aber auch schon Überlegungen berücksichtigt werden, die einen Betrieb als Ganzjahresbad mit Traglufthalle vorsehen. Es gehe auch um Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit. Giezek erinnert daran, dass es für die Hiesfelder Grundschulen wichtig sei, ein Bad im Ortsteil zu haben, wo die Kinder das Schwimmen erlernen können und sie dafür nicht durch die Satdt gefahren werden müssen. Geprüft werden soll zudem, ob die in Hiesfeld bestehenden Voraussetzungen ein 50-Meter-Becken ermöglichen.

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