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Dinslaken-Hiesfeld: Hiesfeld arbeitet an Marketingkonzept

Dinslaken-Hiesfeld : Hiesfeld arbeitet an Marketingkonzept

Studenten der International School of Management Dortmund führen Donnerstag und Samstag Kundenbefragungen zu den Einkaufsmöglichkeiten im Dorf durch. Die Ergebnisse sollen zur Stärkung des Standortes beitragen.

Persönlich, inhabergeführt, kundenorientiert, nah und eine hervorragende Parkplatzsituation - Marc Kriesten von der Hiesfelder Werbegemeinschaft weiß durchaus, spontan einige Stärken des Dinslakener Stadtteils aufzuzählen. Um die Einkaufsmöglichkeiten - vor allem vor dem Hintergrund, dass in einem Monat die Neutor-Galerie in der Innenstadt eröffnet - im Mühlendorf jedoch noch zu verbessern, arbeiten Studenten der International School of Management Dortmund im Auftrag der Werbegemeinschaft, des Clubs 100 und der städtischen Wirtschaftsförderung an einem Marketingkonzept.

 Marc Kriesten von der Werbegemeinschaft Hiesfeld.
Marc Kriesten von der Werbegemeinschaft Hiesfeld. Foto: Büttner, Martin (m-b)

Ein wichtiger erster Schritt in der Analysephase ist eine Kundenbefragung am Donnerstag, 9. Oktober, sowie am Samstag, 11. Oktober, bei der Passanten nach ihren Einkaufsgewohnheiten und Wünschen befragt werden. "Wir brauchen die Antworten der Kunden, um ein Meinungsbild zu bekommen. Die Kundenbefragung ist für uns die Basis, um im Bereich der Differenzierung den Menschen etwas zu bieten und trotz der Neutor-Galerie zu bestehen. Dabei wollen und können wir keinen direkten Kampf gegen die Neutor-Galerie eingehen, weil das wie David gegen Goliath wäre. Aber wir wollen schon versuchen, unseren Standort zu stärken", meint der erste Schriftführer der Werbegemeinschaft, Marc Kriesten.

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An vier Kernpunkten im Dorf werden die Dortmunder Studenten insgesamt 25 Fragen an freiwillige Teilnehmer stellen - 18 davon sind direkt auf Hiesfeld bezogen, sieben sind aus allgemeinen Kategorien. "Die Fragen liegen aber auch in den Geschäften aus", sagt Marc Kriesten, der auf eine rege Teilnahme der Bevölkerung hofft: "Das Beantworten der Fragen erfolgt anonym und dauert nur wenige Minuten. Nur wenn wir am Ende möglichst viele ausgefüllte Fragebögen erhalten, ist ein repräsentatives Ergebnis möglich."

Nach der Auswertung werden die Ergebnisse des Marketingkonzepts zunächst intern und anschließend Mitte November öffentlich vorgestellt. Marc Kriesten ist gespannt, was sich die Hiesfelder Passanten in ihrem Dorf wünschen, denn der Schriftführer weiß auch um die Schwachstellen. "Dass wir mit REWE in naher Zukunft wieder einen Lebensmittelversorger haben, ist schon einmal sehr wichtig. Aber auch städtebaulich und bei Investitionen in Fassaden kann viel gemacht werden", findet Marc Kriesten, der das Branchenangebot in Hiesfeld immer für verbesserungswürdig ansieht: "Anhand der Umfrage werden wir zum Beispiel wissen, ob ein Angebot für eine jüngere Zielgruppe überhaupt erwünscht ist. Wir werden nie eine zweite Neutor-Galerie sein, sind nicht die Weseler Innenstadt, und ich habe mir auch nicht als relativ junger Mensch meine Kleidung in Hiesfeld besorgt, sondern bin nach Dinslaken, nach Oberhausen oder nach Düsseldorf gefahren. Das Angebot in Hiesfeld muss nur den Gegebenheiten angepasst sein."

(gaa)