Herausforderungen für die Kirchengemeinde Sankt Vincentius Dinslaken

Neujahrsempfang in Dinslaken : Herausforderungen für Sankt Vincentius

Mit der Anpassung der Gottesdienstzeiten und dem geplanten Umbau des Johannahauses zu einem Glaubens- und Lebenszentrum stehen einige bedeutende Veränderungen bevor.

Im Gottesdienst am gestrigen Sonntag stand in der Kirche Sankt Vincentius die Botschaft im Mittelpunkt, dass es verschiedene Gaben und Kräfte gebe, aber nur einen Geist und einen Gott. Jeder Mensch sei mit anderen Fähigkeiten ausgestattet und nur im Zusammenspiel könne Gemeinschaft gelingen. Auch in diesem Jahr haben die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Talente in das Gemeindeleben einzubringen, denn mit dem Umbau des Johannahauses in der Altstadt und der Anpassung der Gottesdienstordnung stehen Veränderungen bevor, wie beim anschließenden Neujahrsempfang, der im evangelischen Gemeindehaus an der Duisburger Straße stattfand, deutlich wurde.

Zunächst blickte Michael Nühlen vom Kirchenvorstand auf das vergangene Jahr zurück. Er erinnerte daran, dass es ohne leitenden Pfarrer begonnen habe, bis Barthel Kalscheur die Leitung übernommen habe. Mit Thomas Berger hat im September dann ein neuer Pastor seinen Dienst aufgenommen, während gegen Ende des Jahres zwei der indischen Priester und vergangene Woche die letzten Clemens-Schwestern verabschiedet wurden.

Auch Pfarrer Kalscheur – der sich bei den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr Engagement bedankte – beleuchtete in seiner Neujahrsansprache die personellen Veränderungen, die Konsequenzen in der Gottesdienstordnung haben werden: Zwei Vorabendgottesdienste werden entfallen und auch die Struktur der Sonntagsgottesdienste werde sich verändern. Es müsse möglich sein, dass am Wochenende ein Priester mit einer Gruppe unterwegs sei und ein anderer durch Krankheit ausfalle, so Kalscheur. Die meisten Gottesdienstbesucher müssten ihre Gewohnheiten aber nur geringfügig umstellen. Außerdem soll auch an den Wochentagen weiterhin die Eucharistie in allen Kirchen gefeiert werden – nur nicht mehr im gewohnten Umfang, wie Kalscheur weiter sagte. Der Umbau des Johannahauses bringt ebenfalls einige Veränderungen mit sich.

Die Seelsorger und Gremien laden für den 25. Februar, Beginn 19.30 Uhr, zu einer Pfarrversammlung ins Johannahaus ein, um mit der Gemeinde über die neue Gottesdienstordnung und den Planungsstand in Sachen Johannahaus ins Gespräch zu kommen. In dem Haus sollen Sozialstellen vernetzt, Ehe,- Familien- und Lebensberatung angeboten werden soll. Ein Bistro, ein Treffpunkt für die Jugend und ein Eine Welt-Laden sind ebenfalls geplant.

Pfarrer Kalscheur erinnerte daran, dass es viel Gutes gebe und warb dafür, den kommenden Herausforderungen mit Gelassenheit entgegenzublicken, denn: „Wenn unser Standbein auf sicherem Grund steht, können wir mit dem Spielbein verschiedene Schritte austesten, ohne gleich umzufallen. Glauben heißt nämlich nicht nur bewahren, sondern auch wagen!“

(cor)
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