Voerde: "Henn op den Damm" öffnet Anfang Juli

Voerde : "Henn op den Damm" öffnet Anfang Juli

Markus Schettl und Henrik Pfarsky wollen im Gasthaus an der B 8 neu durchstarten. Die Küche soll gutbürgerlich sein - aber auch mal experimentell. Die Gäste können sehen, wie alles zubereitet wird und mit den Köchen sprechen.

Das Gasthaus "Henn op den Damm" an der B 8 in Voerde ist eigentlich kaum zu übersehen. Direkt neben der Einfahrt in den Voerder Ortskern steht das Gebäude. So wurden auch Markus Schettl und Henrik Pfarsky auf den Gastronomiebetrieb aufmerksam. "Wir sind hier täglich mit dem Auto vorbeigefahren, als es leer stand", erzählt Pfarsky. Die beiden waren selbst früher in dem Gastronomiebetrieb als Kunden zu Gast. Sie tüftelten einen Plan aus, das Gasthaus zu übernehmen. "Wir haben uns fast ein halbes Jahr Zeit gelassen und immer wieder Gespräche mit den Besitzern geführt, bevor wir uns dazu entschieden haben", erklärt Schettl. Vom Konzept der Beiden waren die Eigentümer ebenfalls angetan und so entschlossen sie sich schließlich, ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Mittlerweile ist das Gasthaus im Inneren nicht mehr wiederzuerkennen. Neuer Boden, vertäfelte Wände und neue Lichter sind überall zu sehen. "Wir haben hier mit Unterstützung von Freunden und Familie alles selbst gemacht", sagt Schettl. Auch wenn das Gasthaus noch nach einer Baustelle aussieht, kann man die veränderte und modernere Atmosphäre jetzt schon erleben. Am Eingang des Gasthauses soll die Geschichte des Gebäudes erzählt werden. Neben dem Eingang befindet sich eine moderne Theke. "Hier kann man dann auch ganz einfach an der Theke stehen und etwas trinken", sagt Schettl. Die Gäste, die zum Essen kommen, werden in den komplett umgestalteten großen Saal geführt. Und zwar vorbei an einer offenen Küche. "Die Besucher sollen sehen können, wie alles zubereitet wird und können auch mit den Köchen sprechen", sagt Schettl.

Einer der Köche wird Henrik Pfarsky sein. Der gelernte Gastronom möchte bei "Henn op den Damm" gutbürgerliche Küche anbieten. "Allerdings auf einer modernen Stufe. Ich glaube, das fehlt in der Region", sagt der 24-Jährige. "Wir werden alle Speisen und Produkte etwas anders verarbeiten, als man es gewohnt ist", sagt er. So werden die Gäste mal violette Bratkartoffeln, pinke Möhren oder eine weiße Tomatensuppe auf ihrem Teller finden. "Viele der Produkte kann man genau so verwenden, wie die normalen. Sie schmecken sogar gleich. Sie sind nur eben unbekannt", sagt Henrik Pfarsky. Und manchmal ist die ungewöhnliche Alternative auch besser. "Die weiße Tomatensuppe schmeckt viel intensiver nach Tomaten, als die klassisch rote", erzählt der Koch.

Dabei soll die normale Speisekarte sich am Stil eines Gasthauses orientieren. Auf einer Zwischenkarte kann es dann auch mal etwas experimenteller zugehen. "Mir ist es wichtig, da auch mal unterschiedliche Nationen zusammenzubringen", sagt Pfarsky. Dabei soll es auch zu jedem Gericht auf der Speisekarte ein passendes Getränk geben und zwar so, dass es auch für die Kunden ersichtlich ist. "Die Cocktailkarte habe ich auch in der Küche selbst entwickelt und es wird zu jedem Cocktail eine kleine Show geben", sagt Pfarsky. Dazu kommt dann noch "Dry-Aged-Beef", das in einem bunt beleuchteten Reifekühlschrank auf die Gäste wartet. Damit auch der 25-jährige Veranstaltungskaufmann Schettl etwas zu tun hat, wollen die beiden Gastronomen bei "Henn op den Damm" Veranstaltungen anbieten. Sie denken darüber nach, auf dem Parkplatz des Restaurants ein Festzelt aufzustellen und ein Oktoberfest zu veranstalten. "Wir wollen da schon einige Stars auf der Bühne haben", sagt Pfarsky. Für kleinere Programmpunkte haben sie im Saal des Gasthauses wieder einen Bühnenbereich einbauen lassen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE