Dinslaken: Hellmich baut für DHL eine neue Paketstation

Dinslaken: Hellmich baut für DHL eine neue Paketstation

Rund zehn Millionen Euro investiert die Hellmich-Unternehmensgruppe in ein Projekt mit DHL. Am 15. November soll die neue Paketstation übergeben werden.

Walter Hellmich scheint auf seinem Firmengelände einen neuen Lieblingsort zu haben. Gleich mehrmals am Tag spaziert der Chef der Hellmich-Unternehmensgruppe zu dem hinteren Teil seines Grundstücks an der Lanterstraße, um bei dem Bau einer Lagerhalle nach dem Rechten zu schauen. An der Stelle, wo früher altes Material des Bauunternehmers gehortet wurde, wird bald der Paketdienstlieferer DHL in das neue Objekt einziehen.

Hellmich und das Tochterunternehmen der Deutschen Post AG sind seit Jahren gemeinsame Geschäftspartner, die ihre Zusammenarbeit in Zukunft noch einmal intensivieren wollen. Die Dinslakener Firma investiert rund zehn Millionen Euro in die neue Halle und in den Außenbereich, die DHL wird dann auf der Grundfläche von 4000 Quadratmetern eigenständig eine Paketstation errichten. "Die DHL will bundesweit ihr Logistiknetz ausbauen und benötigt rund 150 neue Basen. Wir haben schon bei einem Projekt in Greven gut zusammengearbeitet und sind jetzt als Partner für Nordrhein-Westfalen ausgesucht worden", erklärt Marc Hellmich von der Geschäftsführung. Der Neubau bleibt im Besitz der Dinslakener, die ihn für mindestens 15 Jahre an die Post-Tochter vermieten. "Es gibt im Vertrag noch eine Option", verrät Marc Hellmich.

Nach der Bauzeit von zwei Monaten feiert die Lagerhalle heute ihr Richtfest. Eingeladen dazu sind auch Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Baudezernent Dr. Thomas Palotz, die das Projekt unterstützten. "Die Bauzeit war nur so kurz, weil die Zusammenarbeit mit der Verwaltung wie bereits bei der Neutor-Galerie super funktionierte", freut sich Marc Hellmich, der die Halle am 15. November im Zustand eines "veredelten Rohbaus" an den Paketdienstzulieferer übergeben wird: "Bis dahin ist aber noch viel zu tun."

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Die Hülle des Baus steht, doch im Inneren fehlt noch die 30 Zentimeter dicke Bodenplatte aus 80 Tonnen Stahl und 1200 Kubikmetern Beton, eine eigene Anfahrtsstraße muss noch geteert werden, und auch die Außenanlagen bestehen noch aus Lehm und Schotter. Für die technische Ausstattung der Halle mit Förderbändern zur Sortierung der Pakete ist dann die DHL alleine zuständig. "Ich denke, dass es nach der Übergabe noch mehrere Monate dauern wird, bis die DHL die ganzen Kapazitäten der Paketstation nutzen wird", vermutet Metin Bilgen, der stellvertretende Bauleiter bei Hellmich.

Wenn die DHL die Lagerhalle in Betrieb nimmt – dann wird auch der Firmenschriftzug von der Brinkstraße zu sehen sein – finden zu den Spitzenzeiten rund 70 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz und 70 Zustellfahrzeuge bringen täglich ihre Pakete zur Lanterstraße und holen im Gegenzug andere wieder ab. Hellmich baut jedoch nicht nur auf dem eigenen Firmengelände, auf dem noch weitere 17 000 Quadratmeter Fläche für zukünftige Projekte zur Verfügung stehen, sondern auch in Köln, Aachen und Hamm für die Post-Tochter.

"Bei den anderen Standorten befinden wir uns aber noch in der Projektentwicklung. Ich denke, dass wir dort erst Anfang des nächsten Jahres mit den Arbeiten beginnen werden", erzählt Marc Hellmich von den nächsten Bauobjekten.

(gaa)
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