Dinslaken: Hat das Huberts noch eine Zukunft?

Dinslaken : Hat das Huberts noch eine Zukunft?

Jugendpolitische Sprecher setzen auf eine Neueröffnung am 1. Juli.

Seit dem 15. Mai ist das Huberts geschlossen. Der Caritasverband hatte mit der Schließung auf die aus seiner Sicht zur Belastung gewordenen Diskussionen um die von ihr betriebene Jugendkneipe am Bärenkamp reagiert und der Stadt ein entsprechendes Kündigungsschreiben geschickt. Der Jugendhilfeausschuss hatte daraufhin die jugendpolitischen Sprecher aller Fraktion beauftragt, noch einmal das Gespräch mit dem Caritasverband zu suchen. Dieses Gespräch hat am 29. Mai stattgefunden.

Die Teilnehmer, das geht aus dem Protokoll der Sitzung, das der Rheinischen Post vorliegt, hervor, haben sich darauf verständigt, noch einmal einen Anlauf zu unternehmen, die Zukunft der Jugendkneipe zu sichern. Sie soll demnach, wenn der Jugendhilfeausschuss am 28. Juni getagt und zugestimmt hat, ab dem 1. Juli erneut als niederschwelliges Angebot mit der Zielgruppe Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren für drei Tage in der Woche geöffnet werden. Das Huberts soll zudem Standort für das von der Caritas eingerichtete Flüchtlingscafé bleiben.

Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Thomas Giezek ist beauftragt, den Vorstand des Kinder- und Jugendparlaments sowie die praktisch Verantwortlichen für den Betrieb der Jugendkneipe zu einem Austauschgespräch einzuladen, was Giezek inzwischen getan hat. Die Jugendlichen aus der Zielgruppe sind aufgefordert, nach einer Neueröffnung des Huberts dort zu den Öffnungszeiten mit den vor Ort Verantwortlichen mögliche Veranstaltungswünsche zu besprechen.

Ob damit das Huberts gerettet werden kann, ist offen. Im Dinslakener Rathaus ist, wie Stadtsprecher Marcel Sturm gestern erklärte, das Ergebnis des Termins der jugendpolitischen Sprecher noch nicht angekommen. Bislang liege nur das Kündigungsschreiben des Caritasverbandes vor. Die SPD-Fraktion, deren Vertreter Volker Grans wegen seines Urlaubs nicht an dem Gespräch am 29. Mai teilgenommen hat, hat zudem mittlerweile beantragt, dass die Verwaltung gemeinsam mit Vertretern der Politik des Kinder- und Jugendparlaments sowie ehrenamtlich in diesem Bereich Engagierten Vorschläge erarbeite, wie die für den Betrieb des Huberts bereitgestellten Mittel von 30.000 Euro jährlich neu verteilt werden können, so dass sie weiterhin den Jugendlichen zu Gute kommen.

(RP)
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