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Hünxe: Haldenwasser: Peters fordert Aufklärung

Hünxe : Haldenwasser: Peters fordert Aufklärung

Im Zuge der Diskussion um die Windräder auf der Halde Lohberg-Nord hatte der Hünxer SPD-Fraktionschef Stephan Barske dem CDU-Kreistagsabgeordneten Dr. Heinrich Peters vorgeworfen, vorsätzlich Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Dabei hatte Barske auch die in seinen Augen "haltlose Behauptung" Peters' zu "angeblich giftigen Wasseraustritten aus der Halde" kritisiert. Heinrich Peters hält sein Vorgehen in Sachen Haldenwasser nach wie vor für richtig. Bei den von ihm angeregten Ortsterminen mit Vertretern von Kreis und Bezirksregierung seien Versprechungen zur Beseitigung der Belästigungen gemacht worden, "von denen bis heute jedoch nur Ausflüchte übrig geblieben sind", schreibt der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung. "Auch meine Mail an die zuständigen Stellen der RAG blieb bisher unbeantwortet."

Laut Aussage des Vertreters der Bezirksregierung diene ein nicht genehmigtes Bauwerk mit Rohrabzweigungen direkt am Haldenrandgraben, von denen niemand wisse, wo sie herkommen und wohin sie führen, nicht der Vertrauensbildung bei den betroffenen Bürgern. Besorgte Anwohner, so Peters weiter, hätten bei einer erneuten Begehung des Haldenrandgrabens am Sonntag bei den zurzeit niedrigen Wasserständen im Haldenrandgraben eine Rohrleitung entdeckt, die vom Haldenrandgraben weg in den darunter liegenden Wald führt. Die Lage des Rohrs im Graben sei durch eine Markierung am Haldenzaun kenntlich gemacht.

"Unverzüglich Abhilfe schaffen"

"Da die austretenden Wässer – auch wenn sich deren Ungiftigkeit herausgestellt hat – hohe typische Salzkonzentrationen enthalten, ist deren Herkunft aus der Halde analytisch einwandfrei zu belegen", erklärt Peters. Die auffälligen weißen, gelben und rötlichen Einfärbungen hätten die Untere Wasserbehörde zum Schutz der Bürger dazu veranlasst, unverzüglich eine Gefährdungsabschätzung zu veranlassen. Diese Vorsichtsmaßnahme hält der Politiker aus Bruckhausen keineswegs für übertrieben, zumal der Bereich Jugendlichen oft als Treffpunkt und "Spielplatz" diene. Peters Fazit: "Hier muss unverzüglich Abhilfe geschaffen werden."

(RP)