Gymnasium Voerde verabschiedet drei Lehrer

Dietmar Schneider, Jörg Detmold und Bettina Jussuf : Drei Lehrer verlassen das Gymnasium Voerde

Dietmar Schneider geht in den Ruhestand, Jörg Detmold wechselt nach Wesel und Bettina Jussuf zieht nach Ungarn.

Dietmar Schneider verlässt das Gymnasium Voerde nach 34 Jahren Lehrtätigkeit an der Schule und geht in den Ruhestand. Schneider hat von 1976 bis 1982 Germanistik, katholische Theologie, Pädagogik und Psychologie an der Gesamthochschule Duisburg studiert. Nach dem  Referendariat am Studienseminar Essen wurde er 1985 am Gymnasium Voerde eingestellt; zunächst arbeitete er jedoch noch zwei Jahre parallel am Don-Bosco-Gymnasium weiter, bis er 1987 komplett ans GV kam.

Zwölf Jahre lang war Dietmar Schneider der Kopf der „Tage der religiösen Orientierung“. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ortskirchen, der Schule und der Jugendburg Gemen als Austragungsort sowie dem Bistum Münster und der Evangelischen Landeskirche hatten die Koordination durch einen Verantwortlichen zwingend notwendig gemacht. Schneider hat sich der Aufgabe, die Fahrt zu koordinieren und zu organisieren sehr gerne angenommen, weil sie als außerschulische Veranstaltung „enorme Chancen für unsere Siebtklässler sowohl zur Ich-Stärkung als auch zur Förderung ihrer Sozialkompetenz bietet“, wie er sagt.

Das GV wird Schneider vor allem wegen der „guten kollegialen Atmosphäre“ in Erinnerung behalten. „Ich habe immer große Solidarität, Akzeptanz und Unterstützung erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar“. Besonders gern denkt er an die Jahre zurück, in denen er und drei weitere mittlerweile pensionierte Kollegen mit ihrer legendären Lehrerband „sämtliche Schulfeste und Abiturfeiern gerockt haben“.

Der Musik möchte Schneider sich auch nach der Pensionierung wieder stärker widmen: Als Teil einer siebenköpfigen Musikcombo möchte er intensiver Arrangements schreiben und seine alte Leidenschaft, Kirchenorgel zu spielen, wieder aufnehmen. Außerdem möchte er seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in seiner Kirchengemeinde weiter ausüben.

Jörg Detmold wechselt die Schule. Nach den Sommerferien wird er am Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel anfangen. Detmold hat zwischen 1978 und 1990 Germanistik, Philosophie, Geschichte, Mediävistik, Mittellatein, Skandinavistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Altgriechisch und Vergleichende Sprachwissenschaft in Tübingen und in Paris studiert. In Bochum dann noch von 1990 bis 1993 Informatik und Paläographie. Nachdem er unter anderem als Angestellter am Institut für philosophische Begriffsgeschichte an der Sorbonne, als Dozent für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters in Tübingen und für mittelalterliche Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum gearbeitet und Erfahrungen als Dramaturg für Claudia Lichtblau und als Regisseur am Rabble fish theatre Sonoma County gesammelt hatte, legte er zwischen 1994 und 1997 das Lehramtsreferendariat ab. Am Gymnasium Voerde landete er 1997, wo er sogleich die Leitung der Theaterarbeit übernahm. Über 70 Stücke hat er mit verschiedenen Ensembles in 22 Jahren Theaterarbeit am GV inszeniert. Besonders stolz ist er auf eine Einladung zum ThreeTwo Festival nach New York, die Eröffnung der Rodtschenko-Ausstellung mit dem russischen Botschafter und einer Delegation des Bundestages, einen Produktionsauftrag der Düsseldorfer Oper sowie von den Organisatoren von Ruhr 2010. In seiner Laufbahn am GV unterrichtete Detmold unter anderem die Fächer Deutsch, Philosophie, Griechisch, drei Jahre lang auch Musik.

Bettina Jusuf verlässt die Schule aus privaten Gründen: Ihr Mann, der als Ingenieur bei Thyssen-Krupp beschäftigt ist, hat den Auftrag bekommen in Miskolc in Ungarn beim Aufbau eines Stahlwerks mitzuarbeiten. Jusuf, die ihn zusammen mit den gemeinsamen Kindern begleiten wird, hat dazu zunächst Elternzeit beantragt. Nach einer Eingewöhnungszeit kann sie sich aber auch vorstellen, an der deutschen Schule in Miskolc zu arbeiten. Zwischen 2007 und 2007 hatte sie nach dem Referendariat am OHG in Dinslaken, bereits an der Deutschen Schule in Kuala Lumpur in Malaysia gearbeitet und dort die Fächer Deutsch, Englisch und Deutsch als Fremdsprache, die sie in Düsseldorf studiert hatte, unterrichtet. Das Projekt der Stahlfirma ist auf etwa drei Jahre geplant. Danach will die Familie wieder in ihre Heimatstadt Oberhausen zurückkehren. Jusuf würde dann gerne wieder am GV arbeiten.

Mehr von RP ONLINE