Voerde: Gymnasium: Sanierung sorgt für Belastungen

Voerde: Gymnasium: Sanierung sorgt für Belastungen

Ihre gestrige Sitzung im Gymnasium Voerde nutzten die Mitglieder des Betriebsausschusses, um sich vor Ort über den Stand der energetischen und brandschutztechnischen Sanierungarbeiten an der Schule zu informieren. Wie Axel van Vörden, zuständiger Projektleiter beim Kommunalbetrieb Voerde (KBV), berichtete, wird am Gymnasium seit 13 Monaten gearbeitet, die Fertigstellung ist für September 2011 vorgesehen. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 7,14 Millionen Euro, davon machen allein die Baukosten 6,3 Millionen Euro aus.

Zwei Firmen gekündigt

Erneuert werden das Dach, die Fenster samt Sonnenschutz sowie die Fassade. Im Gebäudetrakt werden Flucht- und Rettungswege ertüchtigt. Ausgetauscht wird die Lüftungsanlage für die Aula und die Mensa. Im Zuge der Arbeiten wird die Kindertagesstätte Böskenstraße ins Gebäude des Gymnasiums verlegt. Obwohl durch den strengen Winter Bauverzögerungen eintraten, liegen die Sanierungsarbeiten noch im Zeitplan. Der Kindergarten soll am 3. Mai in den neuen Räumen seinen Betrieb aufnehmen.

Ganz problemlos sind die bisherigen Arbeiten allerdings nicht verlaufen, wie Axel van Vörden berichtete. Zwei am Bau beteiligten Firmen musste gekündigt werden, weil sie unzuverlässig waren und schlechte Arbeit abgeliefert haben, die zu zahlreichen Beanstandungen Anlass gab. Welcher Art die Mängel waren, belegte van Vörden mit zahlreichen Fotos, die den Pfusch am Bau dokumentierten.

Appell: Den Zeitplan einhalten

Schulleiterin Anne Jung-Wanders schilderte den Ausschussmitgliedern ihre Erfahrungen, die sie während der Bauzeit gemacht hat. Trotz vieler Belastungen, so stellte sie eingangs fest, stehe die Schule dem Umbau positiv gegenüber, auch wenn bei den Schülern viel Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. Die gute Zusammenarbeit mit der Kommune in dieser schwierigen Zeit lobte sie. Doch Jung-Wanders brachte auch Kritik an. So gebe es wenig Verständnis dafür, dass die Toiletten nicht saniert werden. Sie berichtete von der hohen Zahl der Anmeldungen von neuen Schülern und forderte die Kommune auf, dafür zu sorgen, dass der Zeitplan der Bauarbeiten auch tatsächlich eingehalten werde. Sollte nämlich der Kindergarten, an den das Gymnasium acht Räume abtritt, seinen Betrieb aufgenommen haben und die von der Schule benötigen Räume nicht fertig sein, werde es eng. Außerdem wies sie auf gravierende Probleme mit der Beleuchtung, der Elektrik und der Heizung hin.

(RP)