Dinslaken: Gymnasium engagiert sich gegen Rassismus

Dinslaken : Gymnasium engagiert sich gegen Rassismus

Projekttag der "Schule ohne Rassismus" im Hiesfelder Gustav-Heinemann-Zentrum.

Die Schülervertretung des Gymnasiums im Gustav-Heinemann-Zentrum (GHZ) veranstaltet am Mittwoch, 27. Juni, einen Projekttag als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Vor drei Jahren entschieden sich die Schülerschaft und das Lehrerkollegium dazu, sich gegen Rassismus und jede andere Form von Diskriminierung einzusetzen. Im Rahmen des Projekttages gestalten die fünften Klassen nun Comics zum Thema "Formen und Ursachen von Rassismus", während die sechsten Klassen bei einem Besuch des Museums Voswinckelshof um 10.30 Uhr und einem Stadtrundgang ab 11.30 Uhr dem jüdischen Leben in Dinslaken in der NS-Zeit auf die Spur gehen.

Anhand des Films "Monsieur Claude und seine Töchter" erarbeiten die Schüler der siebten Jahrgangsstufe das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und die damit einhergehenden Vorurteile, wohingegen die Achtklässler "Schule der Vielfalt" thematisieren. Die neunten Klassen nehmen Songs mit rassistischem Gedankengut unter die Lupe, um später selbst kreativ zu werden und mit eigenen Raps und Gedichten ein Zeichen für Toleranz zu setzen. In der fünften Stunde besuchen sich die fünfte, siebte und neunte Jahrgangsstufe gegenseitig, um sich die Ergebnisse anderer Schüler anzusehen. Für die Oberstufenschüler sind die Schauspieler Michael Meierjohann und Wolfgang Müller-Schlesinger vom Kammertheater Rheinland eingeladen. Sie führen um 11 Uhr in der Aula eine szenische Lesung des Briefromans "Empfänger unbekannt" auf, in der es um die Zerstörung einer Freundschaft unter dem Einfluss nationalsozialistischer Ideologie geht.

(RP)
Mehr von RP ONLINE