Dinslaken: Güterzug-Unfall: Achse heiß gelaufen

Dinslaken: Güterzug-Unfall: Achse heiß gelaufen

dinslaken/voerde (RP) Die Ursache für das Entgleisen eines Güterzug-Waggons zwischen Dinslaken und Voerde am vergangenen Donnerstag ist geklärt: Infolge einer heiß gelaufenen Achse an dem Kohlenwaggon war es zu einem Radsatzwellenbruch gekommen. Das teilte die Eisenbahn-Unfall-Untersuchungsstelle des Bundes (EUB) gestern auf RP-Anfrage mit. Die genauen Umstände des Vorfalls sollen die weiteren Ermittlungen zeigen. Diese konzentrieren sich laut einem Behördensprecher allein auf den beschädigten Waggon und nicht auf die gesamte Baureihe.

Der Unfall ist in die höchst mögliche Kategorie eingestuft worden. Der Behördensprecher begründete dies damit, dass die Entgleisung schlimmer hätte ausgehen und deshalb "Gefahr für Leib und Leben" der Anlieger der Bahnstrecke bestand. Wegen der Hochstufung hat die Untersuchungsstelle des Bundes bei den Ermittlungen die Federführung vom Eisenbahn-Bundesamt übernommen. Auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

Am Donnerstag war einer von 40 Kohlenwaggons eines Güterzuges entgleist und nach 500 Metern zurück auf die Schienen gesprungen. Durch den Unfall wurden Gleise und Betonschwellen beschädigt.

  • Dinslaken : Züge nach Dinslaken fallen aus

Wegen der umfangreichen Reparaturarbeiten ist zwischen Dinslaken und Friedrichsfeld nur ein Gleis befahrbar. Der Zugverkehr wird daher voraussichtlich noch zwei Wochen lang eingeschränkt laufen. Das teilte die Deutsche Bahn gestern mit. In diesem Zeitraum fallen demnach die Züge der Linie RB 33 aus, auf der Linie RE 5 herrschen längere Fahrzeiten. Ebenfalls längere Fahrzeiten brauchen die Züge der Linie RB 35 nachts und zu den Hauptverkehrszeiten (3.42 bis 9 Uhr und 14.30 bis 19 Uhr). Die Züge der RB 35 ab Wesel (9.44 bis 13.44 Uhr und 19.44 bis 21.44 Uhr) fallen zwischen Wesel und Oberhausen Hauptbahnhof aus. Die Züge der RB 35 ab Oberhausen Hauptbahnhof (8.51 bis 13.50 Uhr und 19.50 bis 22.51 Uhr) fallen zwischen Oberhausen und Wesel aus. Die Bahn bittet für die Unregelmäßigkeiten um Verständnis.

Weitere Berichte zu dem Unfall im Internet: www.rp-online.de/dinslaken

(RP)