Grundschule in Spellen: Schultoiletten sollen im Herbst saniert werden

Hoffen auf Grundsanierung in den Herbstferien : Schultoiletten – Sanierung im Herbst

Die WC-Anlagen an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Spellen müssen dringend erneuert werden. Die Stadt plant das jetzt für die Herbstferien. Kritiker bleiben skeptisch, im Förderverein ist man aber nun optimistisch.

Dass die Erneuerung der Toiletten an der Spellener Astrid-Lindgren-Grundschule überfällig ist, ist unstrittig. Viele Schüler-Generationen haben sie schon erlebt, die nächste steht nun in den Startlöchern. Es gibt Schäden an den Anlagen, die Installationen sind überaltert.

Jetzt soll sich aber etwas tun. Es würden „vorbereitende Maßnahmen und Arbeiten“ für die Sanierung durchgeführt, erläuterte die Stadt Voerde in den Sommerferien. Dabei gehe es im Wesentlichen um Untersuchungen und Ausschreibungen. Der Ablauf der anstehenden Bauarbeiten würde dann mit den ausführenden Firmen und der Schulleitung abgestimmt. Die entscheidende Botschaft: „Nach derzeitigen Planungen werden hier die Herbstferien angestrebt.“

„Das sagt die Stadt seit Jahren“, reagiert darauf Günter Ladda von der Bürgerinteressengemeinschaft (Big) Spellen. Lange schon dringt die Big darauf, dass sich an der Schule etwas tut, und vor allem auf die Erneuerung der Toiletten. Mehrfach seien Ferien als Termine gesetzt worden, und immer wieder sei am Ende doch wieder irgendetwas dazwischengekommen. „Es gab immer irgendeinen Grund, warum in Spellen an der Schule nichts gebaut wird. Über mehrere Jahre ist das ein Trauerspiel“, sagt Ladda.

Wie alt die bestehenden Einrichtungen sind, das ließ sich bei der Stadt gar nicht klären. Die „anerkannten Grundsanierungserfordernisse“ ließen aber „Rückschlüsse auf ein entsprechend hohes Alter zu“, hieß es dort. Bürgermeister Dirk Haarmann mutmaßte, es könne sich noch um Erstbestand handeln.

Auch für den Förderverein und die Schulpflegschaft ist der Sanierungsstau bei den sanitären Anlagen seit langen Jahren ein Dauerthema. Kai Kolodziej, Vorsitzender des Fördervereins und zugleich Vertreter in der Schulpflegschaft, sieht die Lage dennoch positiv. Zwar habe es eine lange Vorgeschichte gegeben, man habe das Thema bei der Stadtverwaltung „lange in Kommunikation gehalten“, wie er sagt. Aber nach einer schriftlichen Anfrage im Namen der Eltern habe er schließlich die Antwort erhalten, dass die Stadt die Renovierung der WC-Einrichtungen bis Ende November über die Bühne gebracht haben möchte. „Jetzt ist das erstmalig schriftlich vom Bürgermeister verfasst worden. Da kann ich mich drauf verlassen“, sagt Kolodziej. Seine Botschaft lautet daher: „Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg.“

Er möchte ausdrücklich auch den Blickwinkel der Stadtverwaltung einnehmen. „Es hapert letztendlich an der Personalknappheit“, sagt er.

Bürgermeister Dirk Haarmann selbst hat betont, dass die Stadt die Schule durchaus im Blick habe. „Es ist ja nicht so, dass sich nichts tut“, sagte er noch Anfang Juli zu dem Thema. „Aber für die großen Maßnahmen – da muss ja auch ein Budget verfügbar sein.“

Für die Spellener Bürgerinteressengemeinschaft gibt es neben den Toilettenanlagen zwei weitere große Problemfelder an der Schule: der Zustand des Schulhofes selbst – „Da sind so große Löcher, wenn der Herbstregen kommt, kannst du die Kinder da nur mit Gummistiefeln hinschicken“, bemängelt Günter Ladda – und die Ausstattung mit nutzbarem W-Lan. Dafür müsse für entsprechend schnelles Internet gesorgt werden. Ein Problem, das auch Kai Kolodziej sieht. Es gebe Whiteboards, also elektronische Tafeln, erläutert er. „Aber man hat festgestellt: Eine ordentliche Bandbreite in Spellen existiert nicht.“

Die Stadt Voerde hat das Problem jedenfalls auf ihrer Liste: „Auch eine Vernetzung des Gebäudes mit W-Lan ist im Rahmen ,Gute Schule 2020‘ vorgesehen“, heißt es dort.

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