Unsere Woche: Großprojekte erfordern stets Durchhaltevermögen

Unsere Woche: Großprojekte erfordern stets Durchhaltevermögen

Heidrun und Heike Grießer sind ihrem Traum von einem Groß-Kino treu geblieben und haben sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen lassen. Sie tragen mit ihrem persönlichen Projekt einen Baustein zur Stadtentwicklung bei.

Wer wirklich etwas bewirken will, der braucht einen langen Atem und darf sich auch durch Rückschläge und Verzögerungen nicht entmutigen lassen. Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit sind bei Bauvorhaben und Stadtentwicklungsprojekten gefragt. Heidrun Grießer, Chefin des Dinslakener Lichtburg-Kinocenters, und ihre Tochter Heike Grießer können ein Lied davon singen. Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass Heidrun Grießer verkündete, einen neuen Kinokomplex bauen zu wollen. In der Folgezeit gab es etliche Probleme, die gelöst, und Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden mussten. Doch die Grießers ließen sich nicht entmutigten und blieben ihrem Traum von einem neuen Großkino in Dinslaken treu. In dieser Woche nun konnten die Projektbeteiligten verkünden, dass der erste Film 2020 im neuen Kino, das auf dem Eckgrundstück Hans-Böckler-Straße/Otto-Brenner-Straße entstehen wird, laufen soll.

Dabei ist der Kino-Neubau nur ein Baustein zur Entwicklung des dortigen Areals, das etwa 8000 Quadratmeter groß ist. Weiterhin geplant sind dort ein Hotel, ein Fitnesscenter und Gastronomie. Seit die Berliner Immobilienverwaltungsgesellschaft FFire im Boot ist, ist das Vorhaben deutlich vorangekommen und schreitet nun zügig seiner Umsetzung entgegen. Besonders wichtig: Die Finanzierung ist auch sichergestellt, denn die Berliner werden rund 30 Millionen Euro in Dinslaken investieren. Im kommenden Jahr soll gebaut werden, dann werden Bauschilder darauf hinweisen, dass auf dem Gelände etwas Großes und Wichtiges für die Zukunft dieser Stadt entsteht.

Die Dinslakener Verwaltung arbeitet daran, ein weiteres Kapitel der Stadtentwicklung schreiben zu können. Es geht um das seit Jahren brach liegende Industriegelände von MCS an der Thyssenstraße. Es handelt sich dabei um ein Areal, das rund 80.000 Quadratmeter, also acht Hektar, groß ist. Dieser Standort verfügt über eine lange Geschichte und Tradition, an die wieder angeknüpft werden soll. Dinslaken braucht dringend Industrie- und Gewerbeflächen, das MCS-Gelände schreit geradezu danach, dass sich dort endlich wieder etwas tut, dass das Arbeitsleben dorthin zurückkehrt. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Nach personellen Veränderungen bei MCS ist nun auch auf der Eigentümerseite der erklärte Wille vorhanden, die Flächen zu reaktivieren. Davon würden dann beide Seite profitieren. Für die Stadt heißt dies: am Ball bleiben. Natürlich handelt es sich hier um ein Zukunftsprojekt, das auch weiterhin Beharrlichkeit erfordert und nicht kurzfristige realisiert werden kann. Die Früchte werden noch einige Zeit zum Reifen brauchen.

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Dinslaken hat ein starkes Zeichen gesetzt. Hunderte Menschen kamen am Freitag auf den Altmarkt, um dort friedlich gegen rechtsradikale Unruhestifter und Hetzer zu demonstrieren. Die Demonstranten bekannten sich zu Toleranz, Verständigung, Menschenwürde und Mitmenschlichkeit – es war ein Plädoyer für ein friedliches Miteinander.

Ich wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

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