Dinslaken: Gewerbeflächen revitalisieren

Dinslaken: Gewerbeflächen revitalisieren

Die Firma Baucon Immobilien Management, die in Köln ihren angestammten Unternehmenssitz hat, ist seit etwa drei Jahren auch in Dinslaken tätig. Sie bringt marode Gewerbeflächen wieder auf Vordermann und vermarktet sie.

Als das Unternehmen Baucon Immobilien Management vor drei Jahren seine Aktivitäten in Dinslaken aufnahm, lag das Areal an der Thyssenstraße 83 und 93 weitestgehend brach. Seitdem hat sich auf den rund 40 000 Quadratmetern Gewerbefläche viel getan. Wenn sich in Kürze ein Unternehmen mit Dinslakener Wurzeln, das aktuell im Ausland produziert, wieder in der Heimat ansiedelt, sind die 500 Quadratmeter Büro- und die 3600 Quadratmeter Nutzfläche in Form von Lagerhallen an Hausnummer 93 voll vermietet. Und auch für Hausnummer 83 laufen die Aktivitäten auf Hochtouren.

Sanierung und Renovierung

Was das Unternehmen genau macht, beschreibt Baucon-Makler Thomas Bünger folgendermaßen: "Wir revitalisieren marode Gewerbeflächen." Darunter fallen zuerst die nötigen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, speziell von Büroflächen. Die Vorarbeiten gestalten sich aber oft schwierig, wie Bünger erläutert. Im ersten Schritt versucht das Unternehmen, Unterlagen beim Bauamt zu ergattern, um zu klären, wie es sich etwa mit dem Abwassersystemen oder den Stromkreisläufen verhält, was es für Instandhaltungsrückstände gibt, etwa im Bereich Dach. "Das war hier schon recht schwierig, da alles unter Thyssenstraße Tor 2 lief", erinnert sich Bünger.

Büros, Produktion, Lager

Mittlerweile haben sich sechs Unternehmen in dem Objekt an Hausnummer 93 angesiedelt. Die Bandbreite der Kunden der Baucon ist weit gefächert. So finden sich hier unter anderem zwei Bildungsträger und ein Gasunternehmen. "In einem anderen Bereich bauen wir gerade für ein Unternehmen um, das hier bald produzieren möchte, wieder andere Firmen greifen auf unsere Flächen an der Thyssenstraße als reines Lager zurück", erklärt Bünger.

Den Großteil der 31000 Quadratmeter großen Fläche an Hausnummer 83 nimmt die Halle ein, in der aktuell noch die Kartbahn beheimatet ist. Die Entwicklung dieses Areals ist allerdings nicht halb so weit fortgeschritten wie die des Nachbargrundstücks. "An diesem Standort ist noch alles möglich. Über Verkauf des Grundstücks, Abriss der Kart-Halle bis hin zu einer Umgestaltung nach Wunsch eines Unternehmens", erklärt Bünger. Bislang haben sich auf diesem Areal zwei Firmen angesiedelt, der Rest sei Entwicklungsfläche – wobei die Kart-Halle durchaus begehrt sei.

Vorteil: Kosten sparen

Den Vorteil, den die Baucon ihren Kunden an der Thyssenstraße bietet, kann Bünger klar skizzieren: Sie sparen Kosten. Während die Anmietung einer neuen Lagerhalle im Schnitt knapp sieben Euro pro Quadratmeter kostet, sind es bei einer renovierten Halle auf einer revitalisierten Fläche etwa 3,50 Euro. Der schwierigste Teil der Arbeit der Baucon sei es, so Bünger, den ersten Kunden auf ein neu entwickeltes Areal zu bekommen. "Danach wird es meist ein Selbstläufer", so der Firmensprecher. Als Beispiel führt er die Hausnummer 83 an: Ein Jahr suchte die Baucon nach dem ersten Kunden – der Rest folgte in dem halben Jahr danach.

(RP)