Dinslaken/Duisburg: Gericht lehnt Unterbringung in Psychiatrie ab

Dinslaken/Duisburg : Gericht lehnt Unterbringung in Psychiatrie ab

Wegen einer ganzen Reihe von Straftaten in Dinslaken und Wesel stand eine 50-Jährige seit Anfang März vor dem Landgericht Duisburg. Das musste über die von der Staatsanwaltschaft beantragte Unterbringung der psychisch gestörten Weselerin entscheiden. Das gestrige Urteil setzte die schuldunfähige Beschuldigte auf freien Fuß: Das Gericht lehnte den Antrag ab. Bei einem Vorfall in Dinslaken soll sie auf offener Straße mit einem Brotmesser herum gefuchtelt und völlig fremde Menschen bedroht haben.

Wegen einer ganzen Reihe von Straftaten in Dinslaken und Wesel stand eine 50-Jährige seit Anfang März vor dem Landgericht Duisburg. Das musste über die von der Staatsanwaltschaft beantragte Unterbringung der psychisch gestörten Weselerin entscheiden.

Das gestrige Urteil setzte die schuldunfähige Beschuldigte auf freien Fuß: Das Gericht lehnte den Antrag ab. Bei einem Vorfall in Dinslaken soll sie auf offener Straße mit einem Brotmesser herum gefuchtelt und völlig fremde Menschen bedroht haben.

Die in der Weseler Innenstadt wohnende Frau soll den Balkon einer Nachbarin beschädigt und eine weitere Nachbarin mit einem Messer bedroht haben. Ein Sachverständiger hatte keinen Zweifel, dass die Beschuldigte die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit beging. Seit Jahrzehnten leide die Frau unter einer chronischen schizophrenen Psychose, habe Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Der Prozess jedoch konnte nur einen Teil der Taten beweisen.

Und von den übrigen war die objektiv gefährlichste Tat ein Tritt vor das Schienbein gewesen. Mit Blick auf die hohen Maßstäbe, die die Obergerichte an die Bedingungen für die, oft länger als ein Jahrzehnt dauernde, unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anlegen, sah die Strafkammer die Erheblichkeitsgrenze als nicht überschritten an.

(bm)
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