Voerde: Geplante Asylunterkunft in Voerde löst Debatte aus

Voerde : Geplante Asylunterkunft in Voerde löst Debatte aus

Die Pläne der Stadt sorgen für Aufruhr in den sozialen Medien und in der Nachbarschaft.

An der Schwanenstraße soll eine Flüchtlingsunterkunft für bis zu 64 Menschen errichtet werden: Das ist der Plan der Stadt, der jetzt für Aufruhr sorgt. In den sozialen Medien wird teils heftig diskutiert, Anwohner haben ein Schreiben erhalten, in dem sie aufgefordert werden, am Donnerstag zum Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung zu gehen, um dort gemeinsame Interessen zu vertreten. Auch ist von einer Unterbringung in Containern die Rede. Die sei aus Sicht der Anwohner und der Flüchtlinge nicht erträglich. Zudem wird zu einer Besprechung auf dem Rathausplatz am Tag vor der Sitzung geladen.

Die für 17 Uhr anberaumte Sitzung wurde in den großen Sitzungssaal des Rathauses verlegt. "Wir haben gesehen, dass es den Wunsch des Dialogs gibt", erklärte Bürgermeister Dirk Haarmann. Die Reaktionen auf die Pläne, an der Schwanenstraße, einem Feld zwischen Kronprinzenstraße und Bahnlinie, eine neue Unterkunft für Flüchtlinge zu platzieren, sind laut Haarmann "letztlich erwartbar und nachvollziehbar". Diese hätte es zudem auch bei anderen Standorten gegeben. "Wir nehmen die Sorgen sehr ernst, hoffen aber trotzdem, unabhängig vom Standort, Ängste nehmen zu können", so Haarmann.

In der neuen Unterkunft sollen überwiegend Menschen mit Bleiberecht untergebracht werden. Mehr als 150 anerkannte Flüchtlinge leben in städtischen Asylbewerberunterkünften, weil sie keine Wohnung finden. Laut Haarmann handelt sich bei der Unterkunft um "keine Lösung auf Dauer - deshalb die Modulbauweise". Gleichwohl tritt er dem in den Diskussionen aufgekommenen Begriff "Container" entgegen. Es handele sich um eine "angemessene" Form der Unterbringung.

Die für die Planung, den Kauf und die Errichtung der Wohnanlage aufzubringenden 900 .000 Euro sollen mit Mitteln aus dem Projekt "Sanierung Altbau Gesamtschule" gedeckt werden, die in diesem Jahr nicht benötigt würden. Wie Haarmann versichert, fließe der Betrag aber "selbstverständlich" wieder in dasGesamtschulvorhaben. Es gehe lediglich um die haushaltstechnische Abwicklung.

(P.K.)