Genervte Nachbarn des Einkaufszentrums Dinslaken hoffen auf Gespräche

Leben neben der Neutor-Galerie in Dinslaken : Einkaufszentrum: Nachbarn setzen auf Gespräche

Die Bewohner eines Hauses neben dem Einkaufszentrum Neutor-Galerie in Dinslaken hoffen, dass der Einkaufstempel auf ihre Probleme eingeht. Nach der Berichterstattung in der Rheinischen Post haben sie viel Resonanz erfahren.

Das Problem: Die Anwohner fühlen sie sich vor allem durch das Parkhaus der Galerie gestört. Die Beleuchtung in der Auffahrt und einer Park-Etage leuchte eine Reihe von Wohnungen nachts noch taghell aus. Zudem wird das Parkhaus mit Musik beschallt. Die sei oft selbst bei geschlossenen Fenstern zu hören, und das nicht selten noch in den Abendstunden, nach Ladenschluss in der Galerie. Nicht zuletzt fühlen sie sich durch Gaffer belästigt, die  ungeniert vom Parkdeck aus in Wohnungen hineinspähen oder sogar Handys zücken und fotografieren.

Das Management der Galerie wollte auf RP-Anfrage zunächst nichts zu den Problemen sagen, kontaktierte jedoch die Anwohner per Rundschreiben. Man lud die Nachbarn dazu ein, Einzelgespräche zu verabreden: „Damit wir genau wissen, wer welches Anliegen hat“, begründet eine Sprecherin. Daraufhin hätten sich zwei Personen gemeldet, „die Termine wurden aber von den Leuten selbst wieder abgesagt“. Das sei nun der Stand der Dinge.

Das stimmt, bestätigt Andreas Schibisch von der Hausgemeinschaft. Die Nachbarn hätten nämlich gemeinsam überlegt und seien zu dem Schluss gekommen, dass sie keine Einzelgespräche wollen: „Wir wollen als Mieter- und Eigentümergemeinschaft auftreten“, erklärt er. „Wir wollen uns nicht aufteilen lassen.“ Und vor allem wolle man auf keinen Fall Gefahr laufen, gegeneinander ausgespielt zu werden. Auch, weil sich einige Mitstreiter etwas am Ton des Rundschreibens gestört hätten. „Das klang weniger nach einer Einladung als nach einer Vorladung“, fanden sie.

Man habe das Management der Galerie darum Mitte voriger Woche angeschrieben, die Lage erklärt und um einen gemeinsamen Gesprächstermin  gebeten. „Da warten wir noch auf Antwort“, so Schibisch. Er sei aber zuversichtlich: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Galerie das ablehnt.“ Immerhin habe das Haus ja auch nach dem ersten Bericht recht rasch reagiert. Die Anwohner hoffen, dass sie bald von der Neutor-Galerie hören und es zu einem guten Austausch kommt.

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