Gaspipeline von Zeelink: Ab April soll gebaut werden

Voerde/Hünxe : Zeelink: Ab April soll gebaut werden

Firma will nächste Woche mit Vorarbeiten für die umstrittene Gaspipeline starten.

Nach dem Plan der Firma Zeelink sollen am kommenden Montag, 21. Januar, auf drei der insgesamt fünf Bauabschnitte vorbereitende Arbeiten zur Errichtung der Erdgasfernleitung Zeelink beginnen, etwa der Holzeinschlag. Dies gilt auch für das rund 61,4 Kilometer lange Teilstück 4 (ab der Station St. Hubert bis zu der auf Schermbecker Gebiet liegenden Station Dämmerwald). Zu diesem Abschnitt gehören auch Voerde und Hünxe. Den „eigentlichen Baustart“ mit Abschieben des Mutterbodens und Einrichten der Wasserhaltung hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge für den 1. April vorgesehen.

Die insgesamt 216 Kilometer lange Pipeline Zeelink beginnt an der belgischen Grenze bei Aachen und endet im Westmünsterland bei Legden, erstreckt sich also über die drei Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Münster. Für die drei betreffenden Bereiche wurden getrennte Planfeststellungsverfahren angesetzt. Für die im Regierungsbezirk Düsseldorf verlaufende Trasse der Gaspipeline hat die zuständige Bezirksregierung Mitte vergangener Woche den Planfeststellungsbeschluss gefasst, also die Baugenehmigung für das Projekt erteilt.

Die Zustellung an die Zeelink GmbH & Co. KG erfolgte dem Bekunden der Firma zufolge gestern. Gleiches gilt für den von der Bezirksregierung Köln getroffenen Planfeststellungsbeschluss. Damit liegen, wie die Vorhabenträgerin erklärt, für 165 von insgesamt 216 Leitungskilometer die Planfeststellungsbeschlüsse vor. Dieser steht für den nördlichen Teil der Pipeline, der in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierung Münster fällt, noch aus.

„Wir werden den konstruktiven Dialog mit den Städten und Gemeinden, den Trägern öffentlicher Belange und den Bürgerinnen und Bürgern auch in der Bauphase fortsetzen“, erklärt Franz-Josef Kißing, Gesamtprojektleiter bei Zeelink, und kündigt an: „Auf die direkten Anwohner und Grundstückseigentümer werden wir rechtzeitig mit Informationen zugehen.“

Der Neubau der Gaspipeline ist umstritten. Bürger sorgen sich um die Sicherheit der Leitung. Ab dem kommenden Montag, 21. Januar, kann der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf zwei Wochen in den betroffenen Kommunen oder im Internet eingesehen werden. Die Auslegungsfrist läuft bis 4. Februar.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann ab 4. Februar innerhalb eines Monats Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster, Aegidiikirchplatz 5, 48143 Münster (Postanschrift: Postfach 63 09, 48033 Münster), eingereicht werden. Ein Antrag auf aufschiebende Wirkung der Klage muss innerhalb derselben Frist und an selber Stelle gestellt und begründet werden, wie es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung heißt.

Ab Montag liegen die Pläne im Voerder Rathaus aus, Rathausplatz 20, im Bürgerbüro (Raum 038), montags und dienstags 8 bis 16 Uhr, mittwochs 8 bis 12.30 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 12.30 Uhr, samstags 9 bis 12 Uhr.

Im Hünxer Rathaus, Dorstener Straße 24, ist der Anlaufpunkt der Geschäftsbereich „Planen/Bauen“ im zweiten Obergeschoss, Auskünfte Zimmer 301/302/303, montags und donnerstags 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, dienstags 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie mittwochs und freitags 8.30 bis 12 Uhr.

Online stehen die Pläne auf der Webseite der Bezirksregierung Düsseldorf.

(P.K.)