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Dinslaken/Voerde/Hünxe.: Frostschäden halten sich in Grenzen

Dinslaken/Voerde/Hünxe. : Frostschäden halten sich in Grenzen

Wenn der Frühling kommt, rücken die Trupps der Straßenunterhaltung in den Kommunen aus, um die Frostschäden zu beseitigen.

Wenn der Winter geht, werden sie sichtbar. Regelmäßig kommt es im Winter zu Straßenschäden, da Feuchtigkeit in die Fahrbahnen eindringt, sich durch Frost ausdehnt und so für Risse oder die Bildung von Schlaglöchern sorgen kann. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Kreis Wesel hat das gestern zum Anlass genommmen, die Autofahrer aufzurufen, Straßenschäden zu melden (siehe Bericht unten).

In Dinslaken, Voerde und Hünxe allerdings gibt es vergleichsweise wenig zu melden, wie die Verantwortlichen in den Rathäusern berichten, obwohl der Winter diesmal - zumindest gefühlt - ausgesprochen hart und lang war.

"Die Winterschäden in diesem Jahr waren nicht auffällig im Vergleich zu den Vorjahren", sagt beispielsweise Voerdes Technischer Beigeordneter Wilfried Limke. Vor allem kleinere Risse in den Oberflächen der Straßen hätten auf dem Voerder Stadtgebiet repariert werden müssen. "Das haben wir allerdings schon weitestgehend erledigt", erklärt Limke. Dabei seien auch bei Winterschäden meistens die Straßen betroffen, die sich ohnehin schon in einem etwas schlechteren Zustand befinden, weil hier mehr Angriffsfläche für Feuchtigkeit und Frost vorhanden ist. Das Fehlen größerer Beschädigungen nach dem Winter erklärt Wilfried Limke durch die Wetterlage. "Wir hatten zwar sehr lange Frost, aber wenige Erwärmungen zwischendurch", sagt er.

So blieb der Effekt von immer wieder gefrierender und auftauender Feuchtigkeit aus, der für die meisten Straßenschäden im Winter sorgt. Mehr zu schaffen machten der Stadt die zwei Hochwassersituationen, die dazu führten, dass man sich verstärkt um die Liegenschaften am Rheinufer kümmern musste, und der Orkan Friederike. "Die Sturmschäden an Straßen, Wegen und Plätzen sind zwar beseitigt, aber in den Waldgebieten liegen noch einige Bäume", erklärt Wilfried Limke. Um diese kümmert sich allerdings der Landesbetrieb Wald und Holz. Die Stadt hat ihre Aufgaben in diesem Bereich erledigt.

Ein ähnliches Bild gibt es auch in der Gemeinde Hünxe. "Wir hatten im Winter mit dem Orkan mehr Probleme als mit den Straßen", sagt Karl Lehmann, der sich in der Verwaltung der Gemeinde um die Straßen kümmert. "Wir hatten zwar lange Zeit Frost, aber vor allem trockene Wintertage", erklärt er. "Daher hat es auch keine nennenswerten Schäden an den Straßen gegeben. Die wären eher entstanden, wenn es feuchter gewesen wäre." Auch in Hünxe muss man sich als Autofahrer nicht sorgen, dass man sich auf den Straßen wegen durch Frost entstandener Schlaglöcher sein Auto beschädigt.

"Die Frostschäden halten sich in diesem Jahr eher in Grenzen", erklärt auch Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Im gesamten Stadtgebiet gibt es laut Rathaussprecher aufgrund des eher milden Winterwetters keine größeren Beschädigungen an den Straßen zu vermelden. Daher seien auch keine außergewöhnlichen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung nötig gewesen. "Der Frost hat keine große Sprengkraft entwickelt und so gibt es auch keine Schlaglöcher", sagt Marcel Sturm.

(RP)