Fridays for Future in Dinslaken - nächste Klima-Demo mit Musik

Fridays for Future in Dinslaken : Nächste Klima-Demo mit Musik

Die Dinslakener Aktiven von Fridays for Future rufen wieder zum Protest auf. Angesprochen sind ausdrücklich nicht nur Jugendliche. In Zukunft wollen die Dinslakener ihr Engagement ausweiten.

Die jungen Leute von „Fridays for Future“ in Dinslaken planen ihre nächste Demonstration. Am Freitag, 29. November, beginnt die Kundgebung um 12 Uhr vor dem Rathaus. Aber die Aktiven haben Pläne darüber hinaus: Sie haben sich vernetzt, formulieren Erwartungen an die politischen Parteien, waren mit dabei bei der Gründung der örtlichen Gruppe von „Parents for Future“ (Eltern für die Zukunft). Und sie wollen eigenständige Aktionen in Angriff nehmen.

Für den 29. November hat die „Fridays for Future“-Organisation weltweit zum vierten „Globalen Klimastreik“ aufgerufen. In ganz Deutschland gibt es Demonstrationen und Aktionen, so auch in Dinslaken. Die hiesigen Aktiven haben bereits zu den vergangenen Klima­streik-Tagen Proteste angestoßen, mit unerwartet hohen Teilnehmerzahlen.

Diesmal halten sie ihre Erwartungen zunächst bescheiden. „Angemeldet sind 250 bis 300 Leute“, sagt Mirkan Alpaslan von der Dinslakener Fridays-for-Future-Gruppe. „Je nachdem, wie es mit den Schulen aussieht – also, wie kulant die sind – könnten es auch mehr werden.“ Bisher jedenfalls habe es eher ein wachsendes Interesse der Öffentlichkeit gegeben: „Wir haben in Dinslaken die Erfahrung gemacht, dass es bei jeder Demonstration immer mehr wurde“, sagt Mirkan Alpaslan.

Auch stellen sich den Schülerinnen und Schülern mehr und mehr  erwachsene Mitstreiter zur Seite. Mit der jüngst gegründeten Dinslakener Gruppe von „Parents for Future“ gebe es sehr enge Kontakte und eine gute Kooperation. „Wir hoffen natürlich auch, dass von den politischen Parteien viel Unterstützung kommt“, sagt Mirkan Alpaslan weiter. „Klimawandel und Klimaschutz sind ein Thema, das alle Parteien angeht.“

Bei der jüngsten Fridays-for-Future-Demonstration hielt Bürgermeister Michael Heidinger vorm Rathaus eine kurze Rede. Das wird er diesmal nicht tun: Der Verwaltungschef wird terminlich unterwegs sein, teilte die Stadt dazu mit. Auch ansonsten treffe man keine Vorbereitungen für den Tag; zuständig sei schließlich die Polizei, heißt es.

Den Akteuren ist es grundsätzlich auch ganz lieb, wenn sie bei ihren Kundgebungen selbst das Heft in der Hand behalten – und das Mikrofon. Ziel sei ja, „dass die Aktivisten reden und die Entscheidungsträger zuhören, was wir zu sagen haben“, erklärt Mirkan Alpaslan. Jeder, der selbst einen Redebeitrag leisten möchte – vorzugsweise als jugendlicher Mensch – kann sich beim Dinslakener Orga-Team anmelden.

Eine Neuerung gibt es bei der nächsten Demonstration: Es werden von „Fridays for Future“ offiziell herausgegebene Armbändchen verkauft. Sie sind, betont Mirkan Alpaslan, aus Bio-Baumwolle nachhaltig in Deutschland hergestellt. „Der Profit, den wir damit machen, geht entweder in die Organisation weiterer Aktionen oder wird gespendet“, kündigt er an. Davon würden dann Umwelt-Organisationen profitieren, „am liebsten lokale Organisationen, die sich im Kreis Wesel mit Umweltschutz befassen“.

Neu ist außerdem, dass mit Musik protestiert wird. Sofern das Wetter gut ist, soll die Dinslakener Band „Trak“  zwischen den Ansprachen vorm Rathaus auftreten. Ein Umstand, von dem im Rathaus nichts bekannt war, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Die Dinslakener Aktiven wollen ihr Engagement jetzt weiterentwickeln. „Unser Plan für die Zukunft ist es, mehr Eigenständiges zu machen, auch abseits von Demonstrationen“, sagt Alpaslan. Sie haben vor, sich für Aufforstungen stark zu machen, Info-Veranstaltungen und Workshops auf die Beine zu stellen.

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