Voerde: Frauenchor Spellen begeistert im Ratssaal

Voerde : Frauenchor Spellen begeistert im Ratssaal

Die Sängerinnen feierten unter dem Motto "Bunte Herbstfarben" ihr 60-jähriges Bestehen. Dem Thema näherte sich der Chor in Melodieform, die dargebotenen Stücke ließen das Publikum schwärmen. Am Ende gab es viel Applaus.

Leise erklingen die Stimmen der Sängerinnen des Frauenchors Spellen 1957. Es ist, als würde ein melodischer Wind durch den Sitzungssaal des Voerder Rathauses wehen. Am Klavier sorgt Pianist Ludger Höffkes für die Begleitung der sanften Melodie, mit der die Frauen den "Herbst" aus dem Liederzyklus "Jahreszeiten" ihres Chorleiters Fritz Greis anstimmen. Ausdrucksstark und klar lassen sie ihre Stimmen erklingen und nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch das ganze Jahr. Dann schließt das Stück, wie es begann, mit einem Gruß an alle Jahreszeiten.

"Singen ist Leben" haben die Sängerinnen, die das 60-jährige Bestehen ihres Chores feiern, als Motto für ihr Chorjubiläum ausgewählt. Mit dem gleichnamigen Lied starten sie auch in ihr Herbstprogramm. Und hier hat sich der Chor unter Leitung von Musikdirektor Fritz Greis wirklich einiges einfallen lassen. Im Lied "Das Echo" spielen die Damen mit unterschiedlichen Lautstärken ihrer Stimmen, so dass die Melodie mal leise und mal laut durch den Saal des Rathauses klingt. Fröhlich und mit mehrstimmigen Gesang nehmen die Frauen das Publikum beim Stück "Droben ins Oberland" mit auf einen kleinen Jagdausflug und mit den besinnlichen Klängen des Stückes "Kleine Barke im Wind" mit an die See. Hier kann man im Gesang der Frauen fast das leise Rauschen der Wellen vernehmen, die sich am Strand brechen. "Das war wunderschön. Einfach toll", kommentiert eine Zuhörerin nach Ende des Stückes applaudierend die Gesangskunst der Sängerinnen. Das Publikum ist begeistert.

Für besondere Klangeindrücke sorgen derweil nicht nur die Sängerinnen des Spellener Frauenchors, sondern auch Pianist Ludger Höffkes. Mit drei Sonaten des italienischen Komponisten Domenico Scarlatti sorgt auch er für ein wenig musikalische Herbststimmung.

In den schnellen Tönen der C-Dur-Sonate kann man beinahe die Blätter hören, die im Herbstwind tanzen, während die F-Moll-Sonate die leicht melancholische Stimmung der grauen Jahreszeit wiedergibt. Bei Chopins "Barcarolle Fis-Dur" webt Ludger Höffkes an den Tasten ein dichtes Klanggefüge, dem sich das Publikum kaum entziehen kann, um bei den "3 Liedern ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy noch einmal alle Register am Instrument zu ziehen.

Viel Applaus von den Zuschauern im Ratssaal.

(RP)
Mehr von RP ONLINE