Dinslaken Fraktion hakt Thema "Giezek" ab

Dinslaken · SPD stellt keinen Antrag auf Abwahl des Jugendhilfeausschussvorsitzenden.

 Thomas Giezek

Thomas Giezek

Foto: Archivfoto

Eigentlich wollte die Dinslakener SPD-Fraktion ja am Donnerstagabend mit Thomas Giezek reden. Doch der ist einer solchen Diskussion zuvorgekommen und hat, wie berichtet, seinen Austritt aus der Ratsfraktion und der Partei erklärt. Damit hat die SPD-Fraktion das Thema erst einmal abgehakt, wie ihr Chef Jürgen Buchmann der Rheinischen Post gestern sagt. "Über jemanden, der nicht zur Fraktion gehört, brauchen wir uns keinen Kopf mehr zu machen", sagte er. Die SPD-Fraktion werde auch keinen Antrag auf die Abwahl Giezeks als Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses stellen, erklärte Buchmann. Sollte die CDU-Fraktion dies tun, werde die SPD-Fraktion darüber beraten, wie sie sich dann verhalte.

Dinslakens Christdemokraten hatten den Rücktritt Giezeks vom Vorsitz des Ausschusses gefordert. Anlass war, dass Giezek einige Mitstreiter aus dem Jugendhilfeausschuss zu einer "inoffiziellen Eröffnungsfeier" auf den neu gestalteten Spielplatz an der Ziegelstraße geladen hatte, um ihnen dafür zu danken, dass sie mit ihrem Einsatz das Thema der Spielplatzsanierung auf die Tagesordnung gesetzt und vorangetrieben hatten. Damit, so das Argument der Christdemokraten, habe Giezek alle anderen an der Spielplatzentwicklung Beteiligten vor den Kopf gestoßen und habe gezeigt, dass er für das Amt des Ausschussvorsitzenden ungeeignet sei. An dieser Position der CDU habe sich nichts geändert, erklärte Fraktionschef Heinz Wansing gestern auf Anfrage. Die Fraktion werde nun diskutieren, wie sie weiter verfahre und ob sie einen Antrag auf Abwahl des Jugendhilfeausschussvorsitzenden stellen werde. Dass es für eine solche Forderung eine Mehrheit im Ausschuss geben könnte, gilt allerdings als unwahrscheinlich.

(jöw)
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