Dinslaken: Forum Lohberg fühlt sich von der Politik schlecht behandelt

Dinslaken : Forum Lohberg fühlt sich von der Politik schlecht behandelt

In seiner Vollversammlung im Ledigenheim hat der Verein Forum Lohberg wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Nach dem Bericht des Vorstandes über die geleistete Arbeit in 2012 und die Planungen für 2013 informierte der Vorsitzende die Versammlung über die aktuelle Situation.

In Anlehnung an einen Besuch im Stadtteilbüro Gelsenkirchen vor drei Wochen zitierte er aus dem Flyer der Stadt Gelsenkirchen: "Jede Stadt ist so schön wie ihre Stadtteile. Deshalb sind uns unsere Stadtteile wichtig. Bei der Stadterneuerung arbeiten wir zusammen, um die Stadtteile noch lebenswerter zu machen. Wir — das sind Bürgerinnen und Bürger, Geschäftsleute, Verantwortliche aus Vereinen, Politik und die Verwaltung." Übertragen auf Dinslaken klingt das für den Forums-Vorsitzenden Heinz Brandt wie ein Märchen. Nach dem Willen der Politik soll, so erklärte er, am 31. Dezember mit dem Auslauf der letzten Landesförderung auch die städtische Unterstützung enden, obwohl die Verwaltung mehrere Vorschläge für eine Verstetigung der Arbeit gemacht habe. Zuerst habe sie vorgeschlagen, dem Verein bis 2016 die Weiterarbeit mit einer hauptamtlichen Fachkraft zu ermöglichen.

Dies sei mit Verweis auf die finanziellen Situation der Stadt abgelehnt worden. Danach habe sich die Verwaltung in Kooperation mit dem Forum bemüht, eine abgespeckte Lösung zu erstellen. Die Entscheidung darüber, sei im Sozialausschuss auf Antrag der Bündnisgrünen verschoben. In einer kurzfristig einberufene Sondersitzung habe der Ausschuss dann noch vor der Ratssitzung neu darüber befinden sollen. Aber auch in dieser Sitzung habe es erneut einen SPD-Antrag auf Verschiebung ohne Begründung gegeben. Schließlich habe dann auch der Rat in seiner März-Sitzung die ganze Angelegenheit auf die Sitzung im Juli vertagt.

Die Empörung der Vereinsmitglieder in der Vollversammlung wurde daraufhin in etlichen Wortmeldungen deutlich spürbar.

Wie geht man mit einem Bürgerverein, der zwölf Jahre gute Arbeit geleistet hat eigentlich um? Diese Kernfrage war Inhalt aller Zwischenrufe und Wortbeiträge. Einmütig war die Versammlung dennoch der Meinung, der Verein müsse unbedingt weiterkämpfen. Im Anschluss an die heftige Diskussion fanden Neuwahlen statt. Winfried Schubert und Professor . Dieter Oelschlägel schieden aus dem Vorstand aus. Neue Kandidaten waren Werner Heuking und Rainer Hagenkötter. Der neue Vorstand wurde en Bloc einstimmig gewählt. Wahlleiter war Rüdiger Giesen.

Nach dem Finanzbericht von Remzi Ugur und dem Kassenprüfungsbericht von Rüdiger Giesen wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. In der nachfolgenden Vorstandssitzung wurde Heinz Brandt wiederum zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Remzi Ugur.

(RP)