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Voerde: Förderverein hält am Freibadgelände fest

Voerde : Förderverein hält am Freibadgelände fest

Erster Vorsitzender Günther Jacobi ist nach Abkehr der CDU von einer Hallenbadsanierung in Friedrichsfeld zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr zur Rücknahme des Ratsbeschlusses kommen wird.

Nach dem Signal der CDU, in der Bäderfrage vom noch gültigen Ratsbeschluss aus 2013 abkehren zu wollen, rechnet auch der Förderverein damit, dass nunmehr Bewegung in die Sache kommt. Der Vorsitzende Günther Jacobi ist zuversichtlich, dass die alte Beschlusslage in diesem Jahr gekippt wird und weitergehende Entscheidungen zu dem Thema nicht lange auf sich warten lassen werden. "Die Uhr tickt", sagt Jacobi. Noch steht im Raum, dass die geplante Konzentration der beiden bestehenden Bäderstandorte in Friedrichsfeld erfolgt, indem das Hallenbad dort saniert, um ein Aktivbecken erweitert und das Freibad so lange betrieben wird, wie dies mit Bordmitteln möglich ist. Investitionen soll die Stadt an der Allee nicht mehr tätigen.

Die CDU hält an einer Hallenbadsanierung in Friedrichsfeld nicht mehr fest. Das Freibadgelände sieht sie jedoch nicht als einzig möglichen anderen Standort wie es der Förderverein tut. Das Areal an der Allee sei "alternativlos", betont Vorsitzender Jacobi und führt unter anderem die städtebauliche Bedeutung des Grundstückes, pragmatische Erwägungen (die umliegenden Schulen und die Nähe zum Stadtzentrum) und den "Riesenvorteil" der jahrzehntelang gewachsenen Grünfläche an.

Außerdem teilt er nicht die skeptische bis ablehnende Haltung der CDU gegenüber einem Kombibad, das auch Schwimmen unter freiem Himmel möglich macht. Aus seiner Sicht gibt es "genügend vernünftige Argumente", die gegen ein reines Hallenbad sprechen, das der Förderverein für "undenkbar" hält. Das Areal an der Allee sei mehr als einladend für ein Bad, das auch die Möglichkeit bietet, draußen zu schwimmen. "Wenn man ein Gelände dafür hat, wäre es sträflich, das alles zuzuschütten." Mit Blick auf die Kosten sieht Jacobi auch die "Möglichkeit, nur ein kleines Außenbecken" zu schaffen. Darüber hinaus argumentiert er, dass sich Bäder energieeffizient bauen ließen.

Bis es zur Realisierung eines neuen Bades kommt, werden nach Einschätzung Jacobis noch Jahre ins Land gehen. Bis dahin möchte der Förderverein noch einiges zur Attraktivitätssteigerung des Bestandes tun. Dabei helfen zwei Spenden. Der Verein Stadtmarketing Voerde übergab diesem unlängst 2500 Euro aus dem Verkauf seines Adventskalenders 2017. Außerdem hatte sich das vor kurzem verstorbene Gründungs- und Seniormitglied Johann Schneider statt Kränzen und Blumen eine Spende an den Förderverein Voerder Bäder gewünscht. 1400 Euro sind bislang zusammen gekommen Mit den insgesamt 3900 Euro könnte der Förderverein die eine Hälfte der geschätzten Kosten für die Erneuerung des "in die Jahre gekommenen" Kontrollturmes für den Schwimmmeister im Freibad stemmen. Den anderen Teil würde die Stadt übernehmen, wie Jacobi nach einem Rundgang mit Vertretern der Verwaltung in dieser Woche erklärt. Es soll eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, den Kontrollturm woanders aufzustellen, wenn ein neues Bad gebaut wird. Die Investition soll keine Wegwerfleistung sein. Auch außerhalb, im Eingangsbereich, soll Hand angelegt werden. Erste Rodungsarbeiten haben dort stattgefunden, das restliche Strauch- und Wurzelwerk wird noch entfernt, um dort dann eine "gepflegte Grünfläche" nebst Sitzbank anzulegen. Die beiden Wände wie auch der an einer Seite angebrachte Schriftzug "Hermann-Breymann-Bad" sollen saniert werden. Schließlich sei der Eingang die "Visitenkarte" des Freibades, betont Jacobi.

(P.K.)