Voerde: Förderverein: Freibadpark alternativlos

Voerde: Förderverein: Freibadpark alternativlos

Günther Jacobi freut sich, dass sich CDU und SPD zu einem Kombibad am Standort des jetzigen Freibades bekennen. Der Vorsitzende des Fördervereins Voerder Bäder spricht von einem Meilenstein.

Als "wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem zukünftigen Bäderkonzept für die Stadt Voerde" bezeichnet der Förderverein Voerder Bäder den vergangenen Donnerstag. Nach der SPD hatte sich auch die CDU zum historischen Freibadgelände an der Allee als Standort für einen Neubau bekannt. Mit einem Kombibad am Standort des jetzigen Freibades hatte sich CDU-Chef Bernd Altmeppen gut anfreunden können. "Bisher war ich immer dagegen, weil ich dachte, das würde ein Klotz von einem Gebäude werden", erklärte er. "Aber die Bilder aus Kamp-Lintfort sahen ganz gut aus. Ich denke, ich werde mal dorthin fahren und mir das Kombibad vor Ort ansehen", sagte er. Er könne sich auch vorstellen, dass sich die CDU-Fraktion im Stadtrat mit dieser Lösung anfreunden könnte.

"Wir freuen uns, dass wie wir nunmehr auch die Mehrheit der Voerder Politik unseren gewachsenen Freibadpark als alternativlos ansieht", sagte jetzt Prof. Günther Jacobi, Fördervereinsvorsitzender Voerder Bäder. Seiner Überzeugung nach stechen nach den beiden Informationsveranstaltungen zwei Dinge besonders hervor. Erstens lasse sich ein Neubau in die Jahrzehnte gewachsene zentrumsnahe Parklandschaft integrieren. Die Bürger wünschten sich möglichst viel Erhalt des historischen Ambientes von Landschaft und derzeitiger Struktur.

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Zweitens: Die Bürger seien genügsam. Sie wünschten sich keinen pompösen Bau wie Wellness- und Spaßbad, sondern "eine zweckmäßige, moderne aber bezahlbare, energieeffiziente Schwimmhalle mit ausreichender Anbindung an den vorhandenen Grün- und Freiluftbereich". Der Begriff Kombinationsbad, also Schwimmen unter einem Dach kombiniert mit Freiluft- Schwimmen auf einem Gelände, treffe den Charakter der gewünschten Anlage der Bürger und Vereine weit mehr als ein Gebäudegebilde namens "Kombibad".

Drittens: Selbst wenn der noch blockierende alte Ratsbeschluss kurzfristig widerrufen werden könnte, und wenn die Fragen zur Finanzierung und zum Badbetreiber zügig beantwortet werden, so würden weitere notwendige Beschlüsse sowie die Planung und Durchführung noch etliche Jahre in Anspruch nehmen, argumentiert Jacobi. Der Förderverein Voerder Bäder werde demnach in der Zukunft noch mehr denn je gefragt sein. Denn bis an der Allee ein kombiniertes Schwimmen erfolgen könne, müsse der Förderverein alles Erdenkliche mittun, damit den Bürgern sowie den speziellen Interessensgruppen wie Frühschwimmern, Schulen und Vereinen eine möglichst unterbrechungsfreie Schwimmmöglichkeit in allen Jahreszeiten erlaubt bleibt. Dieser "ambitionierten Aufgabe" wolle sich der Förderverein Voerder Bäder mit Tatkraft und Freude stellen.

(RP)