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Fliegerbombe in Hünxe soll um 17 Uhr entschärft werden

Fünf-Zentner-Bombe unschädlich gemacht : Weltkriegs-Blindgänger neben Hünxer Dorfkirche entschärft

Alles ist gutgegangen: Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf einem Baugrundstück mitten in Hünxe gefunden wurde, ist unschädlich gemacht. Um 17.06 Uhr kam die Entwarnung.

Auf einer Baustelle im Hünxer Ortskern ist am Freitag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und noch am Nachmittag entschärft worden. Auf dem betroffenen Gelände an der Dorstener Straße soll ein Mehrfamilienhaus entstehen; das Grundstück liegt zwischen der evangelischen Dorfkirche und dem Gemeindehaus. Um 11 Uhr am Vormittag stieß man dort bei Erdarbeiten auf den Blindgänger. Der sofort herbeigerufene Kampfmittelräumdienst identifizierte ihn als Fünf-Zentner-Bombe mit einem Zünder.

Die Entschärfung verlief erfolgreich: Um 16.45 Uhr gingen die Fachleute an die Arbeit, um 17.06 übermittelten sie per Anruf im Rathaus die Entwarnung. Kurz darauf ertönte auch ein entwarnendes Sirenensignal. „Es hat alles hervorragend geklappt“, urteilte am Ende Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann.

Vor der Aktion mussten allerdings im Umkreis von 250 Metern um den Fundort alle Häuser geräumt werden. Insgesamt waren nach Berechnung der Gemeinde mehr als 950 Menschen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Für sie wurden Ausweichquartiere in der Aula der Gesamtschule und in der Sporthalle eingerichtet. Anwohner im Umkreis zwischen 250 und 500 Metern sollten drinnen bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

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Bürgermeister Buschmann richtete Dank an alle Beteiligten, vor allem den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, dem Bauhof und vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, die spontan Unterstützung leisteten. Die Kräfte aus dem Rathaus waren vor allem damit beschäftigt, die Anlieger zu informieren und die Organisation zu stemmen: „Das hat super funktioniert, weil alle geholfen haben“, so Buschmann.

Beim Rundgang durch die Straßenzüge, die evakuiert wurden, sei man fast überall auf Kooperationsbereitschaft gestoßen. Nur einzelnen Menschen habe man „mit ein bisschen Überredungskunst“ begegnen müssen, damit auch sie bereit waren, sich in Sicherheit zu bringen.

(szf)