Dinslaken: Fischedick - im Februar wird groß renoviert

Dinslaken : Fischedick - im Februar wird groß renoviert

Tobias Kierdorf hat das Traditionsgeschäft übernommen. Das Sortiment will er beibehalten.

Frau und Mann beim gemeinsamen Einkaufsbummel, dazu gibt es beim Modehaus Fischedick die klassische Szenerie: Sie sehr zielstrebig, er eher planlos. Bis Tobias Kierdorf kommt und berät: Perfekt passt die Jeans beim Herrn, sie wandert direkt zur Kasse und dort in eine Einkaufstüte.

Ob er denn vielleicht noch eine neue, ultraleichte Daunenjacke benötige, fragt Kierdorf den Kunden und präsentiert ihm eines der neuen Modelle. Der Mann verneint, möchte viel lieber wissen, ob das Sortiment bei Fischedick denn so bestehen bleibe.

"Ja, das Sortiment bleibt wie es war", antwortet Kierdorf. Später wird er noch hinzufügen, dass diese Frage eine der meistgestellten in seinen ersten Tagen als neuer Inhaber des Modehauses war. "Auch der Name bleibt, wir wollen unsere Kunden nicht verunsichern und an der Tradition natürlich festhalten", betont Kierdorf.

Der Inhaberwechsel bei Fischedick kam früher als geplant - wer jedoch regelmäßig über die Neustraße bummelt, wird ihn bemerkt haben, weisen doch auch die Schilder an den Schaufenstern darauf hin: Seit dem Nikolaustag schon hat Tobias Kierdorf das Bekleidungsgeschäft übernommen, ursprünglich geplant war der Wechsel zum neuen Jahr. "Wir haben aber bereits Ende November das Go von Georg Fischedick bekommen, da alle alten Waren bereits ausverkauft waren und der Laden leer stand", erzählt der neue Geschäftsführer. Zwei Tage habe es gebraucht, um die Regale neu zu befüllen, dann ging es weiter. Das Weihnachtsgeschäft wolle natürlich jeder gerne mitnehmen.

Fischedick lockt mit Rabatten von bis zu 50 Prozent. Denn: "Bis Ende Januar muss alles an Ware weg sein", erklärt Kierdorf. Ab Februar nächsten Jahres plant er, den Laden zu renovieren, für mindestens 14 Tage wird das Geschäft dann noch einmal geschlossen sein. "Es ist ja doch alles ein bisschen in die Jahre gekommen." Ein neuer Anstrich, ein neuer Bodenbelag, neue Möbel, Schaufenster und Türen sollen kommen. Und "die ein oder andere neue modische Spitze", wie Kierdorf es ausdrückt.

Bis dahin aber heißt es für Kierdorf und sein Team, das aus zehn Mitarbeitern, die allesamt übernommen worden sind, besteht, erstmal, Ängste bei den Kunden zu beseitigen. "Die größte Besorgnis bei unseren Kunden ist, dass der große Wäschebereich kleiner wird", führt Kierdorf als weiteres Beispiel an. "Wir werden ihn aber in genau diesem Umfang beibehalten."

(akw)