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Film-Premiere: Das Wunder von Lohberg

Bürger auf dem Weißen Stuhl : Pilotfilm für viele unterschiedliche Formate

„Das Wunder von Lohberg“ ist eigentlich kein zusammenhängender Film, sondern eine Art Pilotfolge für unterschiedliche Serienformate, die sich alle um den Stadtteil drehen. „Der weiße Stuhl“ etwa zeigt Bürger des Stadtteils, die auf einem weißen Stuhl auf dem Marktplatz sitzen und ihre Meinung zum Stadtteil oder zu aktuellen Entwicklungen kundtun.

Ein Format mit viel Potenzial. „Andere Stimmen“ lässt Menschen mit Migrationshintergrund zu Wort kommen. Die Szenen sind in türkischer Sprache gedreht und mit deutschen Untertiteln versehen. Ebenso verhält es sich mit „Die Anfänge“, einem Format, das alte Fotos und Filmaufnahmen mit Aussagen von Zeitzeugen mischt und das Bild von Lohberg vor 50 Jahren zeichnet.

Diese historische Betrachtung des Stadtteils greift auch „Lohberg von 100 Jahren“ auf. Hier wird in der Gestaltung eines Stummfilms die Geschichte des polnischen Einwanderers Anton Kelbassa erzählt. Mit Spezialeffekten und dystopisch düsteren Bildern gibt „Die Deichflut“ einen Ausblick in eine finstere Zukunft, in der die Darsteller in Lohberg direkt am Meeresstrand stehen und Flüchtlinge aus den Niederlanden erwarten. Schließlich gibt es mit „Lohberg ganz nah“ Einblicke in das Privatleben und die Gedanken einzelner Lohberger mit Bildern in Film-Noir-Ästhetik mit filmreifen Kamerafahrten durch Wohnungen und öffentliche Orte im Stadtteil. Hier ist dem Team der „Emscherwood“-Filmproduktion mit jungen Menschen aus dem Stadtteil und Regisseurin Ayse Kalmaz eine hochwertige und optisch reizvolle Produktion gelungen, die den Menschen in Lohberg einen gelungenen Rahmen für die mediale Darstellung des Stadtteils bietet.

(fla)