Fest der nationen auf dem Voerder Rathausplatz

Voerde : RheinZeit feiert ganz international

In der Voerder Innenstadt wurde es am Samstag bunt. Die Besucher erlebten Tänze, Brauchtum, Speisen und Getränke aus acht verschiedenen Nationen.

Ein Fest der Vielfalt und der kulturellen Zusammenkunft wird auf dem Marktplatz gefeiert. Verschiedene Nationen begehen mit folkloristischen Tänzen, Gesang und landestypischen Spezialitäten die vom Verein Stadtmarketing Voerde veranstaltete RheinZeit. Das Motto lautet diesmal „Voerde international“. Rund um den Platz werden Speisen aus acht Nationen angeboten werden: aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Frankreich, Griechenland, Deutschland, der Türkei und von den Philippinen. Die Menschen sitzen an den Tischen, trinken landestypische Weine, essen Flammkuchen, Crêpes oder Paella.

Geschmückt in den Landesfarben präsentieren sich die Stände, einige der Teilnehmer sind passend in der traditionellen Tracht erschienen. Die Philippinen sind vertreten durch Emmalyn Liwag-Kotte aus Bonn und Tessi Wilms aus Siegburg, die Frauen präsentieren sich in einem Malong – einem Trachtenrock, den die muslimischen Frauen auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen, tragen. Sie sind Mitglieder des Vereins „Filipino Diaspora“, dessen Aufgabe es ist, in Europa lebende Philippiner zu verbinden. „Die Veranstaltung ist eine tolle Gelegenheit für Vereinsarbeit“, sagt Emmalyn Liwag-Kotte: „Außerdem lerne ich neue Menschen aus der Umgebung kennen.“ Sie selbst lebt seit 1991 in Deutschland und ist bestens integriert, wie sie sagt. Trotzdem ist es ihr wichtig, ihre Kultur zu bewahren und auch vorzustellen. In den Töpfen vor ihr hält sie Adobo warm, ein beliebtes Pfannengericht auf den Philippinen.

Auch die Philippinen waren dabei. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Genau wie ihr geht es auch Eirini Pairamidou. Die Griechin ist gern der Einladung gefolgt und präsentiert auf dem Marktplatz Spezialitäten aus ihrem Laden am Kornmarkt in Wesel. Vor fünf Jahren hat sie ihre Heimat und ihre Familie verlassen, um sich in Deutschland eine neue Existenz aufzubauen. „Die Leute kommen, gucken, fragen und probieren das Essen“, sagt auch Günley Dursun vom Kulturverein Möllen am türkischen Stand. „Unsere Generation und vor allem auch unsere Nachfolger sind Brückenbauer zwischen Deutschland und unserer Heimat. Die deutsche Wirtschaft braucht diese Generation und dieser Markt ist eine Chance, uns vorzustellen“, sagt die Philippinerin Emmalyn Liwag-Kotte.

Griechische Spezialitäten. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services
Gemütliche Runde am Stand der Krickerhauer. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Auf der Bühne präsentieren Tanzgruppen landestypische Tänze. So reiste eine Tanzgruppe extra aus Köln an, um den Tinikling, einen indigenen philippinischen Folkloretanz, vorzuführen. Die griechischen Männer tanzen Sirtaki. Das Musik Duo „Klangfarben“ trägt Lieder in italienischer, französischer, englischer und spanischer Sprache vor. Es ist eine kleine Reise um die Welt“, sagnt Anna Preußer, Inhaberin der Boutique Crisba in Voerde, Mitorganisatorin der Veranstaltung und selbst Philippinerin. Sie freut sich über die ausgelassene Stimmung auf dem Marktplatz und über den Austausch der Kulturen. Die Veranstaltung ist wegen der hohen Temperaturen und der Konkurrenz durch die PPP-Tage weniger besucht als sonst. Bei Heike Prinz, die Paella und Chorizo verkauft, trübt das die Freude nicht: „Es macht Spaß.“

(fm)
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