Fernwärme Niederrhein plant den Kohleausstieg in Lohberg

Umweltschonend : Fernwärme löst in Lohberg Kohle ab

Versorgungsunternehmen plant den Ausbau seines Netzes.

Lohbergs Wärmeversorgung soll umweltschonender werden. Seit die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (FN) in den 60er Jahren als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Dinslaken gegründet wurde, baute sie ihre Versorgungsnetze deutschlandweit auf eine Länge von fast 700 Kilometern aus. In Dinslaken selbst haben rund 60 Prozent aller Immobilien einen Fernwärmeanschluss.

In Lohberg wurden bislang vor allem die Mehrfamilienhäuser im Süden sowie die Karrees zwischen Graben- und Koksstraße und Teile der Lohbergstraße mit Fernwärme versorgt. Jedoch wird in vielen Häusern der Gartenstadt, historisch durch den Bergbau bedingt, bis heute noch mit Kohle geheizt. Und so waren es vor allem Eigentümer, die nach der Privatisierung von Immobilien in der denkmalgeschützten Siedlung ein Haus samt seiner alten Heizungsanlage erworben haben, die sich im Ledigenheim über die Möglichkeit der Fernwärme informierten.

Johann und Harald Rütter beantworteten gut zwei Stunden lang Fragen rund um die Themen Technik, Finanzierung und Klimaschutz.

Fernwärme habe sich in Dinslaken als sichere und umweltschonende Alternative zum Heizen mit Gas, Öl oder Kohle etabliert, so die FN. Schon jetzt werde die Wärme der Dinslakener Fernwärme umweltschonend aus industrieller Abwärme, Biomasse und in Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen, mit dem geplanten Dinslakener Holz-Energiezentrum soll sie ab 2022 alle angeschlossenen Immobilien in der Stadt annähernd CO2-neutral versorgen.

Zugleich biete sie Verbrauchern viele Annehmlichkeiten. Mit der Übergabestation gewinnt man Platz im Keller, Geruchsbelästigungen und offene Flammen seien Vergangenheit. Das Land NRW fördere private Neuanschlüsse mit bis zu 1500 Euro. Diese Fördermittel aus dem Programm progres.nrw können ab 4. Februar wieder abgerufen werden. Die FN weist darauf hin, dass sich interessierte Anwohner direkt an Harald Rütter unter Telefon 02064 605-394 oder per E-Mail an h.ruetter@fernwaerme-niederrhein.de, wenden können.