Ferienaktion der Stockumer Schule

Voerde : Kinder bauen Holzhütten mit Pool

Auf dem Bauspielplatz an der Stockumer Schule zimmerten Mädchen und Jungen aus Paletten ein Ferienhaus.

Auf der Wiese neben der Stockumer Schule stapeln sich Holzbalken und hölzerne Paletten. Dem Baumaterial gegenüber stehen vier Holzhütten auf dem trockenen Gras: das Ergebnis des vom Jugend- und Kulturzentrum organisierten Ferienprojekts „Bauspielplatz“. Doch noch wird hier kräftig gewerkelt. An den Paletten wird noch gesägt und gebohrt, aus einer der Hütten ertönt Hämmern. „Es sind noch alle voll dabei und lassen sich auch von der Hitze nicht aufhalten“, sagt Peter Laumen, pädagogischer Leiter der Stockumer Schule.

Das Jugendzentrum, das sonst oft mit Kindern und Jugendlichen Medienprojekte durchführt, wollte  zum Ausgleich in den Ferien etwas draußen schaffen. So entstand die Idee zum Bauspielplatz. „Die Paletten und Holzbalken haben uns Mitglieder der Stockumer Heimatfreunde gespendet“, verrät Peter Laumen. Gut 200 Paletten und 90 Balken hatten die Kinder und Jugendlichen als Baumaterial zur Verfügung. „Es sind leider nur etwa halb so viele Teilnehmer dabei, wie wir uns gedacht hatten“, erklärt Peter Laumen. „Allerdings haben sie schon zwischendurch einige Freunde mitgebracht und vielleicht haben die auch weiter Spaß daran.“ Denn die fertigen Hütten sollen jetzt erstmal stehenbleiben, damit dort gespielt werden kann und die Holzhäuser vielleicht auch noch angestrichen werden können. „Einige der Hütten sind so stabil, die sind für die Ewigkeit gebaut“, sagt Peter Laumen.

Zum Beispiel die Holzhütte, die sich Tim (16) und Dennis (16) auf die Wiese gestellt haben. Mit Aussparungen haben sie die Balkenkonstruktion, die als Grundgerüst für ihre Hütte dient, stabiler gestaltet, die Wände und das Dach aus Brettern der Paletten erstellt. „Es ist zwar ziemlich heiß und anstrengend, bei den Temperaturen zu arbeiten, aber es hat Spaß gemacht“, sagt Tim. Über die Kinderferientage hat der 16-Jährige von dem Projekt erfahren und mit seinem Kumpel Dennis beschlossen, sich auch eine Holzhütte zu bauen. „Man kann hier sehen, was man in den zwei Wochen geschafft hat“, sagt Tim. Zwar hat er schon mal vorher mit seinem Vater etwas mit Holz gearbeitet, aber so ein Projekt war für ihn etwas gänzliches Neues. „Ich hatte auch noch keine Erfahrungen mit so etwas“, sagt sein Freund Dennis. Trotzdem ist den beiden der Hüttenbau sehr gut gelungen. „Wir sind schon sehr stolz auf unsere Hütte“, sagt Dennis.

Während die beiden sich noch die Möbel für die Inneneinrichtung ihrer Hütte basteln, haben Anna (11) und Evelyn (12) die Innenausstattung ihrer Hütte fast fertig. Ein großes Bett steht hier bereit, die Wände sind geschmückt und auf einer kleinen Terrasse vor der Hütte steht ein Planschbecken als „Swimmingpool“. Dafür ist die Hütte noch nicht so ganz fertig. „Das Hüttenbauen war schon spaßig. Jetzt können wir hier übernachten“, sagt Anna.

Die Übernachtung in der selbstgebauten Hütte stellt den Abschluss des Projekts dar. „Wir werden heute Abend grillen und ein Lagerfeuer machen und dann können die Kinder und Jugendlichen in ihren Hütten übernachten“, erklärt Peter Laumen. Zwei Wochen lang haben die jungen Baumeister quasi täglich von 12 bis 18 Uhr an ihren Holzhütten getüftelt und dabei auch handwerklich einiges gelernt. Wo am Anfang einige nicht mal einen Hammer richtig halten können, stehen jetzt stolze Hüttenbauer auf der Wiese und denken darüber nach, wie sie ihre Hütten noch verbessern oder innen verschönern könnten.

So hatten die jungen Hüttenbauer nicht nur Spaß am Projekt, sondern haben dabei auch noch viel gelernt.

(fla)
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