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Dinslaken: FC Bayern trägt zur Finanzierung bei

Dinslaken : FC Bayern trägt zur Finanzierung bei

Mit pfiffigen Ideen sammelt die Gemeinde Geld für die Renovierung der Sankt-Johannes-Kirche in Eppinghoven.

Der Termin für den Beginn der Innenrenovierung und Sanierung der Sankt-Johanneskirche in Eppinghoven rückt näher. Die Schließung der Kirche ist für September dieses Jahres terminiert. Bis dahin sind noch viele Vorbereitungen zu treffen, das Planungsteam um Dechant Gregor Kauling macht jetzt bereits eine Detailplanung. Auch die eigenen Anstrengungen zur Sammlung von Spenden, um den Gemeinde-Eigenanteil aufzubringen, werden intensiv fortgesetzt. Von den kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von rund 700 000 Euro muss die Gemeinde immerhin 100 000 Euro selbst aufbringen, den Rest zahlt das Bistum Münster.

Die Gemeinde ist auf einem guten Weg: Rund 70 Prozent des geplanten Betrages sind bereits dank vieler kleiner und großer Spenden von Dinslakener Bürgern, Unternehmen und Institutionen eingegangen. Aber weitere Spenden sind noch notwendig, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Eine tolle Idee zu dieser Spendenaktion hatte das Gemeindemitglied Axel Wachner. Er ist bekennender Fan des FC Bayern München und hat mit dem Spendensammelteam vereinbart, dass er für jedes Tor, das der FC Bayern in dieser Bundesligasaison erzielt, einen Obolus in den Spendentopf einzahlen wird. Diese Idee wurde dankend angenommen und um die Tor-Flut des FC Bayern zu fördern, schrieb das Sammelteam an den Vorstand des FC Bayern mit der Bitte, die Mannschaft zum Tore schießen zu motivieren. Anfangs klappte es recht gut, acht Tore gegen Hamburg, sechs Tore gegen Paderborn. Jetzt ist eine leichte Flaute eingetreten, aber es wird doch ein stattlicher Spendenbetrag zusammen kommen. Was dem Axel die Tore von Bayern München wert sind sollten anderen vielleicht die Tore von Mönchengladbach oder dem BVB wert sein; vielleicht kann man die Zahlungsauslöser auch erweitern: 1 Euro für ein Tor des eigenen Vereins, zwei Euro für ein Gegentor und fünf Euro für ein Eigentor oder verschossenen Elfmeter. Der Renovierung der St. Johanneskirche wird es in jedem Falle gut tun.

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Denn die Kirche muss dringend renoviert werden: Durch Feuchtigkeit verursachte Schäden zeichnen sich an einer Wand ab, an einer anderen bröckelt der Putz und eine dritte zeigt Risse. Im alten Teil der Kirche, der noch aus dem Jahre 1450 stammt, sind die Gewölbemalereien im Jugendstil kaum noch zu erkennen. Zum einen, weil eine Patina die Malereien bedeckt und zum anderen, weil die dort hängenden Lampen Besuchern beim Blick hinauf direkt ins Gesicht leuchten. "Die Renovierungsarbeiten sind dringend nötig", sagt Dechant Gregor Kauling. Und mit einem neuen Beleuchtungskonzept soll dann das frisch sanierte Eppinghovener Gotteshaus noch besser zur Geltung kommen.

Der neue Teil der Kirche Sankt Johannes Eppinghoven, in den Jahren 1927 bis 1929 errichtet, wurde im eindrucksvollen Stil des Parabelexpressionismus gestaltet. Spitzbögen, die an gotische Kathedralbauten erinnern, dominieren das Bild und setzen sich als gestalterisches Element bis in die Gestaltung der Kirchenbänke fort.

Die letzte Renovierung der Kirche war 1986.

(RP)