Dinslaken: Fantastival: Alles besser gelaufen als erhofft

Dinslaken: Fantastival: Alles besser gelaufen als erhofft

Ausverkaufte Veranstaltungen, mehr Besucher als gedacht und dazu noch viele neue Aktionäre. Das 15. Fantastival war ein voller Erfolg.

Die Stimmung im ausverkauften Burgtheater ist gut. Während gut 2000 Musical-Fans darauf warten, dass auf der Bühne das Programm weitergeht, zieht Lea Eickhoff, Geschäftsführerin der Freilicht AG, ihr Resümee zum Fantastival 2013. "Dank des Wetters war es einfach ein Traum", sagt sie. "Die Künstler hatten alle gute Laune und auch die Besucher der Veranstaltungen. Das macht einfach Spaß."

Generell seien zu den acht Terminen in Burgtheater und Burginnenhof mehr Besucher gekommen als erwartet. Einer der zwei Auftritte von Herbert Knebel, das Gastspiel von Schauspieler Christoph Maria Herbst ("Stromberg"), das Kindertheater der Burghofbühne und die Sommernacht des Musicals waren ausverkauft. "Bei den anderen Veranstaltungen kamen viele Menschen noch zur Abendkasse, um sich Karten zu kaufen", erklärt Lea Eickhoff.

Sie selbst stand bei jeder Veranstaltung auf der Bühne, um Werbung für die Kultur-Aktiengesellschaft zu machen. Diese hatte sich für dieses Jahr das Ziel gesetzt, das eigene Stammkapital durch die Ausgabe von neuen Aktien um 25 000 bis 50 000 Euro zu erhöhen. Allein während des Fantastivals wurden Aktien für mehr als 20 000 Euro gezeichnet. "Das Schöne ist, dass es viele unterschiedliche Menschen sind, die eine Aktie gekauft haben, und das war auch unser Ziel", sagt Lea Eickhoff. Insgesamt 46 000 Euro neues Stammkapital sind bisher zusammengekommen. Damit dürften vor dem Ende der Zeichnungsfrist am 30. September keine Aktien der Freilicht AG mehr verfügbar sein. "Wer noch eine Aktie haben möchte, der muss sich jetzt schon beeilen", sagte Matthias Höyng, Aufsichtsratsvorsitzender der Freilicht AG.

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Mit der Sommernacht des Musicals endete das Fantastival mit einer weiteren ausverkauften Veranstaltung. Wie das Fantastival selbst, feierte auch der Auftritt der Musicalsänger in Dinslaken seinen 15. Geburtstag. Leider fehlte mit Pia Douwes die vermutlich bekannteste Solistin. Für sie war Musical- und Popsängerin Maricel eingesprungen, und auch Moderator und Mitsänger Patrick Stanke tat sein Bestes, die verhinderte Sängerin zu ersetzen – indem er sich mit Perücke und in Frauenkleidung auf der Bühne bewegte. Mit Jessica Kessler, Valerie Link, Rob Fowler und Christian Alexander Müller machten auch die anderen Solosänger auf der Bühne eine gute Figur.

Im Vergleich zu den Vorjahren fehlte, trotz der guten Gesangsleistung der Musicaldarsteller, allerdings ein wenig der Showeffekt. Zu selten lieferten die Sänger in passender Kostümierung eine Show auf der Bühne. Besonders bei Stücken wie "Sweet Transvestite" aus der "Rocky Horror Show" eine kleine Enttäuschung. Trotzdem waren die Zuschauer begeistert. Applaus.

(fla)