Evangelischer Kirchenkreis Dinslaken will eigenes Profil neu ausrichten

Kreissynode in Dinslaken : Evangelische Kirche will eigenes Profil neu ausrichten

Die Kreissynode tagt am heutigen Freitag und morgigen Samstag in Aldenrade. Das Thema: Wie soll das Gesicht des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken in Zukunft aussehen?

„Wofür stehen wir im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken und wofür nicht?“, wird Superintendent Friedhelm Waldhausen in seinem diesjährigen Bericht zur Kreissynode fragen. Es geht um das Profil des Kirchenkreises. Bei der Vorjahressynode hatten die Synodalen der ständigen Leitung des Kirchenkreises, dem Kreissynodalvorstand (KSV), einen Auftrag erteilt: Sie sollten das breite Spektrum der Handlungsfelder in Kinderwelt und Diakonie sowie bei den anderen Arbeitsgebieten von Kirchenmusik bis Notfallseelsorge unter die Lupe nehmen und fragen: Für wen wollen wir zukünftig da sein? Welche Angebote wollen wir vorhalten und welche nicht? Was können und wollen wir uns in Zukunft als Evangelische Kirche zugunsten der Menschen in der Region noch leisten?

Aber die Vorstellung, man könne bei der einen oder anderen Einrichtung den Rotstift ansetzen, rückte bald in den Hintergrund. Vielmehr hatte die intensive Auseinandersetzung der Arbeitsgruppe „Priorisierung“ mit dem, was die Mitarbeitenden in Diakonie, Kinderwelt und Kirchenkreis leisten, einen ganz anderen Effekt. Sie erhielten Einblick in das große Spektrum an professioneller Arbeit und in das große Engagement der Mitarbeitenden. Darum wird auf der Synode die Diskussion des Haushaltes 2019 diesmal verbunden sein mit den Arbeitsberichten der jeweiligen Abteilungen. Die Synode wird dann über die Ergebnisse des KSV und der Arbeitsgruppe „Priorisierung“ beraten und Entscheidungen fällen, wie das Gesicht des Kirchenkreises in Zukunft aussehen soll.

Der Gottesdienst zum Auftakt der Synode in der Evangelischen Kirche Aldenrade (Friedrich-Ebert-Straße 139 in Duisburg-Walsum) wird dieses Mal von den Prädikantinnen und Prädikanten vorbereitet. Damit betont der Kirchenkreis auch in diesem Bereich: Die Kirche wird bei weniger werdenden Pfarrerinnen und Pfarrern zukünftig neue Wege gehen bei der Auslegung der Heiligen Schrift und wird verstärkt ordinierte Laientheologinnen und Laientheologen mit der Aufgabe der Verkündigung beauftragen.

Im Rahmen des Gottesdienstes wird es bei der diesjährigen Synode eine Verabschiedung und mehrere Amtseinführungen geben. Verabschiedet wird nach 42-jähriger Tätigkeit in der kirchlichen Verwaltung Kirchen-Oberverwaltungsrat Wolfgang Röhl. Er war zuletzt Leiter der Superintendentur im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken.

Eingeführt werden Alexandra Schwedtmann und Nicole Mehring als Geschäftsführerinnen des Diakonischen Werkes Dinslaken. Außerdem haben zwei neue Pfarrer im Kirchenkreis ihren Dienst aufgenommen: Antje Reichow als Pfarrerin für die Justizvollzugsanstalt Dinslaken und Reinhard Harfst, der mit einer halben Stelle die Kirchengemeinde Gahlen (Bezirk Dorsten-Hardt) unterstützt und zusätzlich pfarramtliche Dienste im ganzen Kirchenkreis versieht.

(RP)
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