Erinnert an Hakenkreuz? Sonnenrad-Mosaik auf Straße in Dinslaken

Disput um Symbol auf Althoffstraße : Sonnenrad als Hakenkreuz? CDU distanziert sich

Um ein Mosaik auf der Althoffstraße gibt es Ärger: Das aus weißen Steinen gelegte „Sonnenrad“ auf der Fahrbahn. Der CDU-Politiker Hans-Georg Hellebrand hatte im Planungsausschuss des Stadtrates angeregt, das Symbol von der Straße zu entfernen: Ihn erinnerte die Form des Zeichens an ein Hakenkreuz.

Daraufhin hatte es vor allem in den sozialen Netzwerken im Internet Diskussionen gegeben. Viele Menschen konnten den Vorstoß nicht nachvollziehen und zeigten Unverständnis. Auch innerhalb seiner eigenen Partei hat Hellebrands Meinung Wellen geschlagen: Sowohl die CDU Dinslaken als auch die Ratsfraktion distanzieren sich deutlich.

„Die Äußerungen von Hans-Georg Hellebrand waren weder mit der Fraktion noch mit der Partei abgesprochen und spiegeln nicht die Meinung der CDU Dinslaken wider“, erklären Fraktionschef Heinz Wansing und Stadtverbandschef Rainer Hagenkötter in einer gemeinsamen Mitteilung. „Sie sind eine Einzelmeinung von Hans-Georg Hellebrand.“

Ablehnende Reaktionen aus der Bevölkerung seien „mehr als nachvollziehbar“, schreiben sie: „Es gibt viele wichtige Themen, die in Dinslaken weiter vorangetrieben werden müssen, beispielsweise die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Sanierung von Schulen, der Umwelt- und Klimaschutz und vieles mehr. Das Thema ,Entfernung des Sonnenrads’ gehört definitiv nicht dazu. Es soll an gewohnter Stelle weiter bleiben“, so Wansing und Hagenkötter.

(RP)
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