Einige Fahrer bei Polizeikontrolle in Dinslaken aufgefallen

Aktion an der Brinkstraße : Einige Fahrer bei Kontrolle aufgefallen

Auch in Dinslaken fanden im Zuge einer landesweiten Aktion Polizeikontrollen statt. Die Beamten überprüften schwerpunktmäßig Fahrzeuge im Bereich der Brinkstraße, kurz vor der Autobahnanschlussstelle zur A 59.

„Man braucht Gespür und Erfahrung, um schnell zu entscheiden, wen ziehe ich jetzt da raus“, sagt Norbert Klump. Der Erste Polizeihauptkommissar und sein Team haben einen Kontrollpunkt auf dem Seitenstreifen der Brinkstraße, im Bereich des Autobahnanschlussstelle zur A 59, eingerichtet. Zudem sind Polizeibeamte als Beobachtungsposten eingesetzt, die verdächtige Fahrzeuge über Sprechfunk melden, die dann von ihren Kollegen herausgewunken und gestoppt werden. Seit 10 Uhr morgens überprüfen die eingesetzten Beamten Fahrzeuge. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf Pkw und Kleintransportern“, berichtet der Einsatzleiter, „Verkehr ist genug, die Auswahl also groß.“ Manchmal trifft es Fahrer von von Luxuskarossen, die gerne geklaut werden.

Die Beamten haben im Laufe der ersten zwei Stunden ihres Einsatzes an der Brinkstraße bereits einige schwarze Schafe angehalten: Da wurde beispielsweise bei einem Berufskraftfahrer ein Verstoß gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt; ein Autofahrer hatte noch das Handy am Ohr, als ihn die Polizisten erwischten; bei einem Pritschenwagen war die Ladung nicht ausreichend gesichert; bei einem Autofahrer besteht der Verdacht des Verstoßes gegen die Abgabenordnung, weil er seit mehr als drei Monaten in Deutschland wohnt, sein Wagen aber immer noch im Ausland zugelassen ist.

Die Ladung eines Lasters wird überprüft, um festzustellen, ob sie ausreichend gesichert ist. Foto: Heinz Schild

Immer wieder winken die Beamten einzelne Fahrzeuge heraus, die dann auf den Seitenstreifen fahren. Freundlich erklären die Polizisten den Fahrern, dass es sich um eine allgemeine Kontrolle handelt und bitten dann um die Papiere. Gegebenenfalls werden Bereifung sowie Licht der Fahrzeuge kontrolliert und überprüft, ob das Gefährt ordnungsgemäß zugelassen ist. Bei einigen Fahrer wird abgefragt, ob die betreffende Person gesucht wird oder zur Feststellung des Aufenthaltsortes ausgeschrieben ist. „Wir kontrollieren nur einzelne Fahrzeuge, es ist keine Gesamtkontrolle“, erläutert Norbert Klump, denn sonst würde der Verkehr hier zum Erliegen gebracht und es entstünde ein Rückstau bis zur Autobahn. Doch auch so gibt es schon ein paar Behinderungen. In der Regel dauert eine Kontrolle etwa fünf Minuten, wird allerdings durch die Beamten etwas festgestellt, dann dauert es länger.

Die Aktion verläuft an diesem Vormittag völlig entspannt, die Sonne scheint, die angehaltenen Autofahrer zeigen sich verständnisvoll, reagieren überwiegend freundlich, als sie angehalten werden. „Keiner war pampig oder gar aggressiv“, berichtet Norbert Klump. Falls aber doch jemand mal statt anzuhalten Gas geben sollte, um sich der Kontrolle zu entziehen, würde er nicht weit kommen. In beiden Fahrtrichtungen der Brinkstraße sind Streifenwagen postiert, deren Besatzung sofort die Verfolgung des Flüchtenden aufnehmen würde. Zudem steht nicht weit vom eingerichteten Kontrollpunkt eine Hundertschaft aus Recklinghausen bereit, um die Beamten nötigenfalls zu unterstützen.

Die landesweite Polizeiaktion hat das Ziel, durch die Kontrollen mögliche Täter zu stellen oder von einer Tat abzuhalten. Und natürlich gehe es um auch um Verkehrssicherheit, so Erster Polizeihauptkommissar Norbert Klump. „Wir zeigen mit dieser Aktion Flagge und in großem Umfang Präsenz.“

Durch solche Kontrollen sind des öfteren Einbrecher gefasst worden, wenn die Beamten beim Blick in den Kofferraum des angehaltenen Fahrzeugs dort Beutestücke und Einbruchwerkzeug entdeckten. Auch Metalldiebe werden so immer wieder geschnappt. Denn wer glaubt, diese seien nur nachts unterwegs, der irrt. Sie fahren auch am Tag, weil sie glauben, dann nicht so aufzufallen.

Die Präsenz und die Aktionen der Polizei zeigen Wirkung. So sind beispielsweise die Einbruchzahlen und die Zahl der Pkw-Diebstähle im Kreis Wesel zurückgegangen, wie Kristin Heuken, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Wesel, berichtet. Diese Entwicklung soll sich möglichst fortsetzen.

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