Eine neuer Anstrich für die Skateranlage in Hünxe

Gestaltet von der Gruppe Urban Arts : Neue Optik für Container der Skateranlage

„Urban Arts“ gestaltet Container als Unterstellmöglichkeit. Neue Geräte, Tore, Zäune und Markierungen.

Ein Elfjähriger ist mit seinem Fahrrad vorgefahren. Er stellt es neben dem bemalten Container ab, holt einen Fußball hervor und beginnt zu kicken. Als es anfängt zu regnen, stellt er sich im Container unter. Er warte auf seinen Freund, mit Roller und Fahrrad und zum Fußballspielen nutzen sie die Anlage häufiger, erzählt er. Nach und nach ist die Fläche am Kost-Im-Busch-Weg neben dem Sportplatz des STV Hünxe für Jugendliche umgestaltet worden. Kürzlich wurde ein Container von den Urban-Arts-Künstlern Mehmet Dogan und Julian Schimanski gestaltet.

Sie seien auf der Suche nach Flächen gewesen, auf denen sie sich künstlerisch ausleben könnten, daraufhin habe sich Marion Lukassen (SPD), Vorsitzende im Ausschuss für Schule und Jugend in Hünxe, gemeldet, erläutert Julian Schimanski, wie die Kooperation mit der Gemeinde zustande kam. Er und Mehmet Dogan bemalten an einem Tag den Container. Die Gruppe Urban Arts war etwa an der Gestaltung des Hexenhauses in der Dinslakener Altstadt beteiligt, bemalte auch die Bauwand an der Stadthalle in Dinslaken. Derzeit bemalen Schimanski und Dogan, die ihr Hobby auch beruflich ausüben, das Pumpenwerk für die Stadtwerke Dinslaken. Ziel der Gruppe sei es immer noch, Kommunen zu verschönern, erklärt Schimanski.

Der gestaltete Container auf der Skateranlage rundet fürs erste ab, wofür sich die Jusos in Hünxe in den vergangenen Jahren in der Gemeinde stark gemacht haben. Die früheren Bodenplatten seien schlecht zu befahren gewesen, sagt Dominique Freitag, Juso-Vorsitzende in Hünxe. „Die Fläche lag lange im Dornröschenschlaf, nachdem 2017 die alten Geräte abmontiert wurden“, berichtet Benedikt Lechtenberg, Juso-Vorsitzender im Kreis Wesel. Die Jungsozialisten hätten betont, dass etwas passieren müsse. So wurden auch Jugendliche nach Ideen gefragt – bei Begehungen sowie über Social Media. „Das haben wir mit einfließen lassen.“

Eine Anregung aus diesen Befragungen sei beispielsweise der Zaun zum Ballabfangen hinter den Toren gewesen. Außerdem wurden seit Oktober des vergangenen Jahres neue Skate-Geräte aufgebaut, Tore aufgestellt, das Spielfeld markiert sowie Zäune zur Abgrenzung installiert. So sei die Anlage als Rückzugsort ideal für Jugendliche gelegen, meinen die Juso-Vorsitzenden. Noch ist die Anlage nicht fertig gestaltet – unter anderem sollen noch Sitzbänke in dem Container installiert werden.

Praktisch zum Unterstellen bei Regen, findet einer der Jungs, die sich an diesem Tag an der Anlage verabredet haben. Auch sie haben die Neugestaltung mitverfolgt und sich beteiligt, erzählen sie. Das Ergebnis gefällt ihnen.

(acf)