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Voerde: Eine neue Kita für Friedrichsfeld

Voerde : Eine neue Kita für Friedrichsfeld

Die Stadt will in Friedrichsfeld eine neue Kindertagesstätte errichten. Hiermit will man dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen Rechnung tragen. Die Kosten werden auf rund 3,14 Millionen Euro geschätzt.

Möglichst bis zum Kindergartenjahr 2018/19 soll auf einem städtischen Grundstück in Friedrichsfeld an der Kastanienallee/Ecke Grenzstraße eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Das geht aus der Drucksache hervor, über die als erstes am heutigen Mittwoch im Jugendhilfeausschuss beraten wird. Mit der neuen Einrichtung, die Platz für vier Gruppen bieten soll, will die Kommune die bedarfsgerechte Versorgung der Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz weiter sicherstellen. Die über Dreijährigen (Ü 3) haben einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, bei den unter Dreijährigen (U 3) kann der Bedarf auch durch einen Platz in einer Tagespflege oder Großtagespflegestelle gedeckt werden, wie die Verwaltung erläutert.

Im Ü 3-Bereich liegen die Quoten der Inanspruchnahme in Voerde konstant bei nahezu 100 Prozent. Zwar seien die absoluten Zahlen in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen (von 835 auf 817), jedoch würden diese aufgrund des geburtenstarken Jahrgangs in 2016 in den Kindergartenjahren 2018/19 und 2019/20 nochmals steigen. Erst in der Folgezeit werde bis zum Kindergartenjahr 2021/22 die Zahl der voraussichtlich benötigten Plätze auf 800 und damit leicht zurückgehen.

Um den Bedarf für über Dreijährige decken zu können, mussten in den bestehenden Kitas "Notplätze" eingerichtet werden. Aktuell sind es 38 von 817 Plätzen, die insgesamt zur Verfügung stehen. Mit Verweis auf die weitere Bedarfsentwicklung und darauf, dass Notplätze "keine Dauerlösung" darstellten und diese abgebaut werden sollen, fehlen nach derzeitiger Erkenntnislage bis zum Kita-Jahr 2020/21 rund 50 Regelplätze im Ü 3-Bereich.

Erheblich gestiegen sind laut der Drucksache zum neuen Kindergartenjahr die Anmeldezahlen bei den Ein- und bei den Zweijährigen - mit der Folge, dass neben den vorhandenen Plätzen in einer Tagespflege/Großtagespflege weitere Kontingente in einer Kita bereitzustellen seien. Im Rathaus spricht sieht man "Handlungsdruck": Im laufenden Kita-Jahr seien alle Plätze belegt und die Versorgung unterjähriger Anmeldungen könne nur noch in geringem Umfang in einer Tagespflege/Großtagespflege erfolgen, heißt es.

Was die Wahl des Standortes für die neue Kita betrifft, sollte laut Verwaltung "handlungsleitend sein", dass die Differenz zwischen Bedarf und Platzangebot sowohl im U 3- als auch im Ü 3-Bereich in Friedrichsfeld und Spellen "am größten" ist.

Das städtische Grundstück an der Kastanienallee/Ecke Grenzweg in Friedrichsfeld sei bereits erschlossen, dort stehe zudem eine ausreichende Fläche für das erforderliche Außengelände zur Verfügung. Die neue Einrichtung mit zunächst drei Ü 3-Gruppen und einer U 3-Gruppe - beide könnten später jeweils umgewandelt werden - soll eingeschossig gebaut werden.

Die Gesamtkosten für die Realisierung des Vorhabens schätzt die Verwaltung auf rund 3,14 Millionen Euro. Nach aktueller Erkenntnislage sei von einem Landeszuschuss in Höhe von rund 420.000 Euro auszugehen. Die Landesmittel sind von dem anerkannten Träger, der die neue Kita betreiben soll, zu beantragen. Daher sei es wichtig, dass dieser frühzeitig feststehe. Die Verwaltung führt ihrer eigenen Aussage zufolge zurzeit erste Sondierungsgespräche mit potenziellen Trägern. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll es dazu eine gesonderte Beschlussfassung im Jugendhilfeausschuss geben.

(P.K.)