Voerde: Ein Pfad durch die Stadtgeschichte

Voerde : Ein Pfad durch die Stadtgeschichte

Am Gasthaus Möllen wurde mit einer Stele und einer Informationstafel ein erstes Stück des geplanten Geschichtspfades in der Stadt eingeweiht. 29 weitere Stationen im ganzen Stadtgebiet sollen folgen.

Bei der Feier zum 875-jährigen Bestehen des Stadtteils Möllen fanden die ersten Gespräche über einen Voerder Geschichtspfad und eine Station in Möllen statt. "Das ist das nachträgliche Gastgeschenk des Heimatvereins an die Möllener Bürger zu diesem Jubiläum", erklärte Heinz Boß, der Vorsitzende des Heimatvereins. Allerdings hat dieses Geschenk auch einen Vorbildcharakter, denn es soll als Station Nr. 4 in den Voerder Geschichtspfad eingebunden werden. "Wir haben uns sehr lange Gedanken gemacht, nicht nur über die Informationen, sondern auch über das Aussehen", erklärte Heinz Feldkamp vom Vorstand des Heimatvereins. Denn das soll auch prägend für die weiteren 29 Standorte sein, die man von Seiten des Heimatvereins für den Geschichtspfad geplant hat.

"Das ist ein bedeutendes Projekt für die Stadt Voerde", betonte Bürgermeister Dirk Haarmann. Von dem Geschichtspfad erhofft man sich das Interesse an der Stadtgeschichte zu wecken und damit vielleicht auch die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen zu beleben, die sich mit der Stadthistorie auseinandersetzen. Dabei soll das Projekt auch mit Mitteln der LEADER-Region gefördert werden. Ein entsprechender Antrag wird gerade ausgearbeitet. "Wir finden dieses Projekt sehr spannend", sagte Julia Jörgensen vom Regionalmanagement der LEADER-Region Lippe-Issel-Niederrhein. Von dieser Seite aus stehe einer Förderung des Geschichtspfades, der etwa 25.000 Euro kosten soll, von denen 65 Prozent durch die Fördergelder abgedeckt werden könnten, nichts mehr im Wege. "Allerdings muss der Förderantrag von der Bezirksregierung bewilligt werden", erklärte Julia Jörgensen.

Der Heimatverein würde gerne in diesem Jahr noch fünf weitere Standorte mit Infotafel und Stele ausstatten. Der erste davon soll auf dem Voerder Rathausplatz entstehen. "Bis 2022 muss das Projekt dann abgeschlossen sein", erklärte Heinz Feldkamp. Im Schnitt sollen also jeweils sechs neue Stationen auf dem Voerder Geschichtspfad entstehen, die auf dem ganzen Stadtgebiet verteilt sind. "Wir haben jeweils mit den Menschen vor Ort gesprochen, die sich mit der Geschichte der Stadtteile auskennen und auch die Vereine angesprochen", erklärte Heinz Boß. Für die übrigen Stationen sollen neben Fördergeldern auch Spenden von Sponsoren bei der Finanzierung des Projektes helfen.

"Perspektivisch könnte man das Projekt auch noch über den Förderzeitraum hinaus fortsetzen", sagte Wilfried Limke, der erste Beigeordnete der Stadt Voerde. Schließlich ließen sich auch später immer noch weitere Orte entdecken, an denen eine Informationstafel zur Geschichte durchaus Sinn ergeben würde. Der Anfang für den Ausbau des Geschichtspfades ist mit der Station in Möllen getan.

Auf der Infotafel am Gasthaus Möllen finden Interessierte Kartenmaterial, Texte zur Geschichte des Stadtteils und Informationen zum Geschichtspfad. Auch Sponsorenlogos hätten hier Platz.

QR-Codes, die man mit dem Handy einscannen kann, leiten auf Internetseiten weiter, die zusätzliche Informationen und Bildmaterial zu den jeweiligen Standorten enthalten.

(fla)