Dinslaken: Ein Fuß- und Radverkehrskonzept für Dinslaken liegt nun vor

Dinslaken : Ein Fuß- und Radverkehrskonzept für Dinslaken liegt nun vor

Die Diskussion läuft schon länger, Ideen wurden gesammelt, Bürgerrunden gab es auch - nun liegt ein Fuß- und Radverkehrskonzept für Dinslaken vor. Wie es in einer Vorlage der Verwaltung heißt, sei es ein Strategiepapier, welches einen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre darstellt. Das Ziel, das verfolgt wird, lautet: nachhaltige Stärkung der Nahmobilität. Immer mehr Leute sollen zu Fuß unterwegs sein oder auf das Rad steigen. Die Vorlage führt eine ganze Reihe von Vorhaben, die diesem Zweck dienen sollen, auf, einige sollen zügig beschlossen und zeitnah umgesetzt werden.

Ein Baustein ist die Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr. Schon heute ist die Fußgängerzone im Bereich Altmarkt und Neutorplatz für den Radverkehr freigegeben. Im bislang nicht für Radler freigegebene Bereich sollen diese außerhalb der Geschäftszeiten, von 20 bis 8 Uhr fahren dürfen. Jedoch sind die Zweiradfahrer den Fußgängern untergeordnet. "Die Zielsetzung liegt hier in einer Legalisierung der heute schon intensiv genutzten Praxis einer Befahrung in den vorgenannten Zeiten." Es ist eine einjährige Probephase vorgesehen.

Ein weiterer Baustein betrifft die Einbahnstraßen, davon gibt es insgesamt 45 in der Stadt. Zehn Abschnitte sind nicht für die Nutzung des Radverkehrs in Gegenrichtung freigegeben worden. Hier soll eine erneute Prüfung stattfinden. "Wenn im Zuge der Einzelfallprüfung eine Öffnung empfohlen wird, erfolgt diese im Rahmen des laufenden Geschäftes der Verwaltung", heißt es in der Vorlage. Zudem will man die Einrichtung weiterer Fahrradstraßen prüfen.

Die Hünxer Straße ist in Höhe der Wielandstraße nicht einfach zu passieren. Doch die Straße ist eine wichtige Verbindung vom und zum Bahnhof. Hier schlägt die Verwaltung vor, dass zwischen der Einmündung Wielandstraße und der Querungshilfe in Höhe des Gebäudes der Stadtwerke ein Zweirichtungsradweg eingerichtet werden soll. Über diesen können Radfahrer bis zur Querungshilfe fahren und dann über die Hünxer Straße auf den Radweg in Richtung Max-Eyth-Straße gelangen.

Ferner schlägt die Verwaltung vor, für die Knotenpunkte der Willy-Brandt-Straße (B 8) einen neuen Signalzeitenplan zu erarbeiten. Und auf der Karl-Heinz-Klingen-Straße soll zwischen der Sterkrader Straße und der Max-Eyth-Straße die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden.

Aus Sicht der Verwaltung muss sich aber noch mehr ändern, damit mehr Dinslakener sich aufs Rad setzen. Weil es an zahlreichen Stellen zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt, soll gerade an den Knotenpunkten die Sicherheit der Radfahrer verbessert werden.

Das Konzept verfolgt auch eine Stärkung des Fußwegenetzes. Breitere und komfortablere Wege sollen dazu führen, dass das Gehen attraktiver wird. Lücken im Wegenetz sollen geschlossen werden, um den Fußverkehr "durch eine Stadt der kurzen Wege" zu fördern, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Dann sollen Flanierrouten entstehen, die nicht nur zum Spazierengehen einladen, sondern wichtige Alltagsziele miteinander vernetzen und daher die Potenziale des Zu-Fuß-Gehens in Dinslaken weiter ausschöpfen.

In einer gemeinsamen Sitzung von Planungs- und Verkehrsausschuss befassen sich die Kommunalpolitiker das erste Mal mit dem Konzept. Die öffentliche Sitzung beginnt am Montag, 25. September, ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Platz d'Agen 1. Einen Beschluss fasst der Rat bei seiner Sitzung am Dienstag, 17. Oktober. Auch sie findet im Rathaus statt und beginnt um 17 Uhr.

(mt)
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