Voerde Ein erster Schritt zum neuen Heim

Voerde · Der Türkische Kulturverein Möllen feierte den ersten Spatenstich für sein neues Gemeindezentrum.

 Spatenstich mit dem künftigen und dem scheidenden Bürgermeister: Dirk Haarmann, Ismail Zengin, DITIB-Bundesvorstand, Ramazan Ilikkan vom Türkischen Generalkonsulat, Pfarrer Harald Eickmeier, Leonhard Spitzer, Simmani Kamaci, Vorsitzender des Kulturvereins, Ratsmitglied Hasan Gördü, Kenan Kiraz, stellvertretender Vorsitzender des DITIB-Regionalverbands Nordrhein-Westfalen (v.l.)

Spatenstich mit dem künftigen und dem scheidenden Bürgermeister: Dirk Haarmann, Ismail Zengin, DITIB-Bundesvorstand, Ramazan Ilikkan vom Türkischen Generalkonsulat, Pfarrer Harald Eickmeier, Leonhard Spitzer, Simmani Kamaci, Vorsitzender des Kulturvereins, Ratsmitglied Hasan Gördü, Kenan Kiraz, stellvertretender Vorsitzender des DITIB-Regionalverbands Nordrhein-Westfalen (v.l.)

Foto: Martin Büttner

Lange war um eine neue Heimstätte für den Türkischen Kulturverein in Möllen diskutiert worden. Mit dem Gelände an der Schlesierstraße im Bereich der ehemaligen Janusz-Korczak-Schule ist ein Grundstück gefunden, auf dem jetzt der Kulturverein den Spatenstich für sein neues Gemeindezentrum feiern konnte. Der Verein zieht damit aus einer Lage am Rand der Siedlung ins Zentrum des Stadtteils. "Wir waren nicht zufrieden mit der Situation, weil wir abgeschieden vom Alltagsgeschehen waren und deswegen auch mit Vorurteilen zu kämpfen hatten", sagte Simmani Kamaci, der erste Vorsitzende des Vereins bei seiner Rede zur Grundsteinlegung. "Wir hatten und haben nichts zu verbergen."

Ganz im Gegenteil: Man möchte sich als Gemeinde mehr in das Leben im Ortsteil einbringen. Das neue Gemeindezentrum wird dafür einen guten Ausgangspunkt bieten, liegt es nicht nur im Zentrum des Ortes, sondern auch direkt neben dem Möllener Bürgerhaus. Mit Begegnungsstätte und Gebetshaus sollen hier 1100 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Im Moscheeteil wird es Gebetsräume für Männer und Frauen und ein Büro für den Imam geben. Im zweiten Gebäude finden sich ein Mehrzweckraum, Konferenzräume, ein Bereich für die Frauen mit großer Küche und eine Dachgeschosswohnung für den Imam.

Zum feierlichen Spatenstich kamen zahlreiche Besucher und Ehrengäste zum Gelände an der Schlesierstraße. Aus den Lautsprechern schallte orientalische Musik über den Platz am Bürgerhaus. Sonnenschein und blauer Himmel sorgten für einen leichten Volksfest-Charakter, wie man ihn sonst von Sommerfesten kennt.

Der Spatenstich war auch für Bürgermeister Leonhard Spitzer der letzte offizielle Amtstermin, der die Diskussion über den neuen Standort für den Türkischen Kulturverein während seiner Amtszeit begleitet hatte. "Für Voerde ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Integration", sagte der Bürgermeister. "Und für Möllen ist es der Anfang vom Abschluss einer langen Entwicklung." Auch im Ruhestand von seinem Posten als Chef der Voerder Stadtverwaltung hofft Leonhard Spitzer darauf, dass die Ansiedlung des Kulturvereins im Zentrum des Ortsteils einen durchweg positiven Effekt hat. "Ich würde mir wünschen, dass es eine ähnliche Entwicklung gibt, wie seinerzeit am Marktplatz in Spellen. Der wurde damals auch heftig diskutiert, und heute kann ihn niemand mehr wegdenken", sagte der scheidende Bürgermeister der Stadt Voerde.

(fla)
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