Dinslaken: Eifersucht, Verwechslung, Spaß

Dinslaken: Eifersucht, Verwechslung, Spaß

Mit einem Stück von Georges Feydeau bereitete der Literaturkursus der Jahrgangsstufe 12 aus dem Gymnasium im Gustav-Heinemann-Schulzentrum dem Publikum auf der Bühne der Aula einen turbulenten und vergnüglichen Theaterabend.

Es könnte doch alles so schön sein im Hause Chandebise. Wenn Hausherrin Raymonde (Isabell Eickhoff) nur nicht vermuten würde, dass Ehemann Victor (Tobias Szczepanski) sie betrügen würde, weil im anscheinend die Lust abhanden gekommen ist. "Ich werde ihn schon erwischen", sagt sie und schmiedet dazu ein Komplott.

Damit beginnt die Aufführung des Stückes "Floh im Ohr" des Literaturkurses der Jahrgangsstufe Zwölf des Gymnasiums Hiesfeld unter Leitung von Karl-Friedrich Gormanns. Raymonde lässt ihre Freundin Lucienne (Anna Kirsch) einen Liebesbrief an ihren Mann schreiben, der diesen dazu bewegen soll, zur Liebesnacht ins Hotel "Zum rosa Kätzchen" zu kommen.

Turbulentes Treiben

In den Kulissen, die mit Hilfe des Landestheaters Burghofbühne gestaltet wurden, geht es dabei rasant zu. Victor mangelt es an Selbstvertrauen und so glaubt er, der Liebesbrief wäre an seinen Freund Roman Tournel (Vivien Gosch) gerichtet, der sich daher zum Stelldichein ins Hotel begibt. Dann entdeckt auch noch Luciennes eifersüchtiger Ehemann Don Carlos den von seiner Frau geschriebene Liebesbrief.

"Caramba!", ruft der und macht sich mit Revolver auf ins Hotel, um die vermeintlich untreue Gattin und deren Liebhaber umzubringen. Im Hotel ist das Chaos dann vollends komplett. Der amerikanische Gast Rugby (Tobias Hemmert) entdeckt plötzlich überall "pretty girls", weil Raymonde, Lucienne und auch das Hausmädchen der Familie Chandebise sich in sein Zimmer verirren.

Die dazugehörenden Männer, die ihn beim Schlafen stören, bekommen dagegen alle eine Tracht Prügel. Besonders hart trifft das Camille Chandebise (Simon Pfeiffer), der mit seinem Sprachfehler für Gelächter sorgt und diesen nur mittels seines "Silbergaumens" unter Kontrolle bekommt, der bei einem Gerangel mit dem Amerikaner abhanden kommt.

Dazu kommt noch der Hoteldiener Poche (Tobias Szczepanski in einer Doppelrolle), der Victor zum verwechseln ähnlich sieht. Da wird dann der Victor vom Hoteldirektor Augustin (herrlich böse: Stefanie Ossowski) verprügelt, während der Hoteldiener von der hinterlistigen Ehefrau um Verzeihung gebeten wird. "Sind denn hier alle bescheuert?", wundert sich Poche.

Schließlich stürmt Don Carlos mit seinem Revolver das Hotel und alle flüchten nach Hause. Erst dort klärt sich die Geschichte auf. "Da hatte ich wohl einen Floh im Ohr", entschuldigt sich Raymonde für das angerichtete Chaos. Viel Applaus vom Publikum gibt es für diese turbulente Komödiendarstellung.

(RP)