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Dinslaken: Ehrenamtliche Hilfe für die Flüchtlinge

Dinslaken : Ehrenamtliche Hilfe für die Flüchtlinge

Der Förderverein Fliehburg hat in 2016 einige Projekte für Flüchtlinge auf die Beine gestellt. Weitere Angebote sind für dieses Jahr in Planung. Die Fahrradwerkstatt öffnet im Februar.

Seit 2015 kümmert sich der Förderverein Fliehburg darum, dass die in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und zur Integration erhalten. Sehr zufrieden sind die Vorsitzenden Lilo Wallerich und Guido Busch mit dem, was der Verein im vergangenen Jahr auf die Beine stellen konnte. So entwickelte sich beispielsweise die Nähwerkstatt zu einem beliebten Anlaufpunkt für Frauen vieler Nationen. "Ich bin erstaunt, wie gut sie nach drei Monaten deutsch sprechen", berichtet Lilo Wallerich.

Unterstützt wurde der Förderverein bei der Einrichtung der Nähwerkstatt auch aus dem Programm "Demokratie leben", von dem die neue Fahrradwerkstatt ebenfalls profitiert. Unter Anleitung von Erika Kochheim treffen sich die Frauen zweimal die Woche, um zu nähen, zu plaudern, sich kennenzulernen. Dabei werden auch Kleidungsstücke aus der Kleiderkammer für die Bewohner angepasst.

Den Umzug der Kleiderkammer in größere Räume unterstützte der Förderverein ebenso wie Schwimmkurse für Kinder, Lernmaterial für die Internationale Förderklasse am THG, einen Ausflug der Schüler in den Zoo, Material für die Sprachkurse in der Fliehburg und vieles mehr.

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Sehr gut angenommen wird ein Angebot in der Stadtbücherei, das ebenfalls mit Hilfe des Fördervereins umgesetzt werden konnte. Abiturienten und eine Band hatten Gelder gespendet, die der Förderverein der Bibliothek zur Verfügung stellte. Davon wurden zwei Laptops und fünf I-Pads angeschafft, die speziell für Flüchtlinge zum Vertiefen ihrer Sprachkenntnisse gedacht sind. Diese werden rege genutzt, berichtet Lilo Wallerich. Für das laufende Jahr hat der Förderverein neue Projekte vorbereitet.

Schon im Februar geht die Fahrradwerkstatt an den Start: Bewohner sollen hier unter fachkundiger Anleitung die vielen gebrauchten Fahrräder, die der Fliehburg gespendet wurden, technisch auf Vordermann bringen. Erste freiwillige Helfer haben sich schon angekündigt, wer noch mitmachen will, kann sich an den Förderverein wenden.

Außerdem sind Projekte rund um die Grünpflege geplant: So sollen große Kübel bepflanzt und Hochbeete angelegt werden, die die Bewohner dann selbst mit Gemüse bepflanzen und pflegen. Auch Verkehrsschulungen sind angedacht - denn viele Flüchtlinge kennen sich mit den hiesigen Regeln noch nicht aus. Hier hofft Lilo Wallerich, auch eine Radfahr-Schulung für Frauen auf die Beine stellen zu können. Darüber hinaus gibt's noch weitere Ideen für Kinder und Erwachsene - doch einiges ist noch im Frühstadium. "Wir müssen gucken, was umsetzbar ist. Schließlich wollen wir die Projekte langfristig am Laufen halten", meint Guido Busch.

(rme)