Diakonische Einrichtungen „Rassismus, Hass und Hetze haben in unserer Welt keinen Platz“

Duisburg/Dinslaken/Oberhausen · In den diakonischen Einrichtungen in Duisburg, Dinslaken und Oberhausen arbeiten Menschen aus nahezu 100 verschiedenen Nationen. Sie alle verbindet eines: ihr täglicher Einsatz für Kranke, Alte und sozial Benachteiligte. Das betonen sie in einer gemeinsamen Erklärung.

Am 27. Januar 2024 gab es eine Demo gegen Hass und Hetze in Dinslaken (Archivbild).

Am 27. Januar 2024 gab es eine Demo gegen Hass und Hetze in Dinslaken (Archivbild).

Foto: Frieder Bluhm

Gegen Rassismus, Hass und Hetze wenden sich die diakonischen Einrichtungen in Duisburg, Dinslaken und Oberhausen in einer gemeinsamen Erklärung.

In den diakonischen Einrichtungen in Duisburg, Dinslaken und Oberhausen arbeiteten Menschen aus nahezu 100 verschiedenen Nationen, heißt es in der Erklärung. „Sie alle verbindet eines: ihr täglicher Einsatz für Kranke, Alte und sozial Benachteiligte, für die Stärkung des Gemeinwohls, der sozialen Gerechtigkeit und der Nächstenliebe. Alle diese Menschen arbeiten gemeinsam auf der Basis unseres Selbstverständnisses als Träger von sozialen Diensten und Bildungseinrichtungen, das auf christlichen Werten beruht, seinen Ursprung aber letztendlich in einem respektvollen Miteinander unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung hat.“

Umso mehr sei man „erschüttert und tief besorgt“ über die Entwicklungen, die man in Teilen der deutschen Gesellschaft beobachte, und die geprägt seien von Fremdenhass und einem zunehmenden Rechtsruck auf der einen, einem immer weiter ansteigenden Klima der Angst auf der anderen Seite.

„Für uns als diakonische Einrichtungen steht fest: Wir stehen für eine offene, demokratische und pluralistische Gesellschaft. In unseren Augen sind alle Menschen gleich und haben die gleichen, nicht verhandelbaren Rechte.“ Im Sinne dieser Überzeugung werde man sich weiterhin dafür einsetzen, Menschen in Not zu unterstützen, Integration und Bildung zu fördern und Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und alle weiteren rechtsgerichteten Tendenzen zu setzen.

Deshalb rufen die diakonischen Einrichtungen dazu auf, gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und einem breiten Bündnis aus demokratischen Parteien, gesellschaftlichen Gruppen, Glaubensgemeinschaften, Vereinen und weiteren Beteiligten an der Demonstration „Duisburg ist echt BUNT“ am 2. März ab 13 Uhr auf dem Vorplatz des Duisburger Hauptbahnhofs teilzunehmen.

„Wir sind Teil einer breiten Mehrheit, der gesellschaftlichen Mitte. Und wir werden an diesem Tag deutlich formulieren, dass das Zusammenleben und -wirken von Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund für uns nicht nur ein Eckpfeiler unserer täglichen Arbeit ist, sondern die Basis unserer Gesellschaft, die wir erhalten, verteidigen und ausbauen wollen“, heißt es in der Erklärung.

Die diakonischen Einrichtungen in Duisburg, Dinslaken und Oberhausen stünden fest zu den Werten einer lebendigen, interkulturellen Demokratie: „Rassismus, Hass und Hetze haben in unserer Welt keinen Platz.“

(fbl)
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