Drei Religionen auf dem Schulpodium im Gymnasium Voerde

Diskussion : Vertreter dreier Religionen im Gespräch

Lamya Kaddor, Michael Rubinstein und Rafael Nikodemus diskutieren am 21. November im Gymnasium Voerde.

Das Projekt „Engel der Kulturen“, das am Dienstag in Voerde mit der Kunstaktion einen Höhepunkt und vorläufigen Abschluss fand, war Auslöser dafür, eine Dialogveranstaltung zu konzipieren und Vertreter der Religionen Christentum, Judentum und Islam zum Gespräch einzuladen. Dazu fanden sich Vertreter der christlichen Gemeinden in Voerde mit Pädagogen und Schülern des Gymnasiums, die ähnliche Projekte seit Jahren verfolgen, zusammen. Als Referenten haben konnten Lamya Kaddor, Michael Rubinstein und Rafael Nikodemus gewonnen werden. Sie kommen am Donnerstag, 21. November, Beginn 19 Uhr, in die Aula des Gymnasiums Voerde. Der Eintritt ist frei.

Kaddor war als Lehrerin an Schulen in Dinslaken tätig, sie ist muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Publizistin. Bekannt wurde sie auch durch ihr Buch „Der Koran für Kinder und Erwachsene“ und weitere Publikationen sowie durch zahlreiche Auftritte im Fernsehen. Rubinstein ist der Geschäftsführer des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in der Region. Gemeinsam mit Kaddor veröffentlichte er den Dialogband „So fern und doch so nah!“ über das Mit- und manchmal auch Gegeneinander von Juden und Muslimen. Nikodemus ist Kirchenrat in der evangelischen Landeskirche im Rheinland. Als theologischer Dezernent ist er zuständig für die Arbeitsbereiche Christen und Muslime und innereuropäische Ökumene.

Die Referenten werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion durch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Voerde befragt, die diesen Abend auch moderieren. Nach einer Vorstellung geben sie ein kurzes Statement zu der Frage, was die jeweilige Religionsgemeinschaft in die Gesellschaft in Deutschland einbringt. Der gebürtige Voerder Publizist Andreas Püttmann hat als Titel für sein aktuelles Buch gewählt: „Wie katholisch ist Deutschland und was hat es davon?“ Die drei Referenten sind aufgefordert, auf die Frage zu antworten: „Wie jüdisch, muslimisch, christlich ist unser Land und vor allem: Und was hat es davon?“ Gemeinsam mit dem Gymnasium Voerde und dem katholischen Bildungsforum laden alle christlichen Gemeinden in Voerde zu diesem Abend ein.

(RP)
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