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Dinslaken/Hünxe: Drei Nordmänner für Sankt Vincentius

Dinslaken/Hünxe : Drei Nordmänner für Sankt Vincentius

In der katholischen Pfarrkirche am Altmarkt wurden gestern die Weihnachtsbäume aufgestellt. Dieses Jahr stammen sie nicht aus Privatbesitz, sondern aus der Freiherr von Nagellschen Forstverwaltung in Hünxe-Gartrop.

In den vergangenen Jahren musste schon einmal die Feuerwehr zu Hilfe gerufen werden, um die Weihnachtsbäume in der St. Vincentius-Kirche am Altmarkt aufzustellen. Das ist diesmal nicht notwendig. Mit vereinten Kräften stemmen die ehrenamtlichen Helfer unter der bewährten Regie von Küster Norbert Tepe die beiden großen Nordmanntannen im Altarraum in die Höhe, ein kleinerer Baum steht an der neuen Krippe. Schön geschmückt werden sie mit langen Lichterketten und Strohsternen.

In diesem Jahr haben nicht Privatpersonen aus dem Gemeindegebiet die Bäume gespendet, "wir konnten sie günstig erwerben", erklärt Tepe. "90 Euro pro Baum, bis auf das Abholen ist alles im Preis drin." Dafür treffen sich am Morgen Olaf Kowalski, Hubert Barmscheidt, Heinz Schenzer, Heribert Prang und erstmals Hermann Mölleken mit dem Küster an der Kirche - für die Fahrt nach Hünxe, zur Freiherr von Nagellschen Forstverwaltung in Gartrop-Bühl nahe des berühmten Schlosses.

Dort angekommen, liegen die beiden großen von Tepe vorbestellten knapp Sieben-Meter-Bäume bereits fachmännisch gesägt zum Abholen bereit - einer auf dem Weg, einer auf dem Rückewagen. Dafür haben Forstwirt Markus Macher und sein Mitarbeiter Kevin Romswinkel gesorgt.

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"Einige Kirchengemeinden, die Städte Dinslaken und Wesel, die Gemeinde Hünxe und andere Interessierte holen hier ihre Bäume und reservieren auch schon fürs nächste Jahr", so Macher. "Sankt Vincentius bekommt drei schöne Nordmänner, etwa 20 Jahre alt und gut gewachsen." Einige Privatleute hätten noch Bäume für die nächsten Tage bestellt.

Um den dritten kleineren, knapp Fünf-Meter-Baum für die Krippe frisch zu sägen, geht es nochmal in die Schonung. Innerhalb von wenigen Minuten liegt auch dieser zum Abtransport bereit. Dann kommt Rainer Aydogdu mit seinem Lkw. Der Kran vom Rückewagen hievt alle Bäume behutsam auf die Ladefläche ("Bloß die Spitzen nicht abbrechen") - alle Umstehenden sind zufrieden. "So, das war's. Beim nächsten Mal ladet ihr wieder selber auf", scherzt Markus Macher.

Dann geht es wieder zurück nach Dinslaken. Norbert Tepe und Heribert Prang sind bereits vorgefahren, um alles vorzubereiten und den ankommenden Lkw durch die Enge der Altstadt rückwärts vor die Kirche zu lotsen. Die Eingangstür steht offen, der leere Altarraum ist mit Planen und Tüchern ausgelegt. Eine lange Leiter steht bereit: Die Bäume können kommen.

Der Küster zieht Bilanz: "Alles hat sehr gut geklappt - auch ohne Feuerwehr."

(RP)