Dinslaken-Hiesfeld: Doppelter Einsatz

Dinslaken-Hiesfeld : Doppelter Einsatz

interview Wenn er nicht im Dienst ist, mimt er, was er von Haus aus ist: Polizist. Der Dinslakener Thorsten Ippendorf ist in seiner Freizeit als Polizeiberater für eine Film-Agentur und als Kleindarsteller aktiv.

interview Wenn er nicht im Dienst ist, mimt er, was er von Haus aus ist: Polizist. Der Dinslakener Thorsten Ippendorf ist in seiner Freizeit als Polizeiberater für eine Film-Agentur und als Kleindarsteller aktiv.

Der eine oder andere Dinslakener wird sich schon verwundert die Augen gerieben haben, wenn plötzlich Thorsten Ippendorf im TV zu bestaunen war. Denn schließlich tritt der 36-Jährige nicht nur im Fernsehen als Polizist in Erscheinung, sondern geht auch im „wahren Leben“ diesem Beruf nach. Sebastian Mühleis sprach mit Ippendorf über sein ungewöhnliches Hobby.

Herr Ippendorf, wie sind Sie vor der Kamera gelandet?

Ippendorf Ich wurde 1997 dienstlich nach Düsseldorf verlegt. Zu dieser Zeit fanden Dreharbeiten für eine Serie statt, und ein Kollege hatte sich mit der Firma „Cine-Police“ selbständig gemacht. Da bin ich dann als Komparse eingestiegen. Anfangs hat er fast alle Polizeiserien in Köln allein „beliefert“, da das Angebot noch nicht so groß war.

Wie ist es dann weitergegangen?

Ippendorf Nach einiger Zeit hat mein Kollege die Firma aufgelöst, sie ist an eine Agentur weitergegangen. Und da bei der Agentur niemand vom Thema Polizei eine Ahnung hatte, haben sie mich als Berater und Organisator für dieses Thema verpflichtet. Seitdem organisiere ich viele echte Polizisten für die Drehs.

Und Sie stehen auch weiter selbst vor der Kamera?

Ippendorf Ja. Ich bin fester Polizist in der „Comedy-Falle“ auf Sat1 mit Kai Pflaume, und ich wirke ich bei der neuen RTL-Serie „Post Mortem“ mit.

Wie lässt sich all dies mit Ihrem Job vereinbaren?

Ippendorf Ich mache das alles in der Freizeit. Drehbücher lesen oder Änderungen vornehmen.

Bleibt dann überhaupt noch Zeit für Ihre Freundin?

Ippendorf Sie wusste ja schon im Vorfeld, dass ich diesem Hobby nachgehe, und dass ich auch noch Fußball spiele. Es lässt sich aber meist vereinbaren. Als ich zuletzt kurzfristig bei einer Folge der „Comedy-Falle“ einspringen musste, Bärbel aber Geburtstag hatte, ist sie einfach mit zum Dreh in Metzingen gekommen, und wir haben halt dort gefeiert.

Sie haben neben diversen Serien zuletzt auch am Dreh des Films „Iron-Man“, der überwiegend in Dinslaken gedreht wurde, mitgewirkt. Wie sehen Sie Ihre weiteren Perspektiven in der Branche?

Ippendorf Beim „Iron-Man“-Film war ich vor allem Location-Scout und habe mich auch um die „Polizeigeschichte“ gekümmert. Was die Perspektive angeht, gehe ich davon aus, dass nach dem Kino-Start des Films sicher weitere Produktionen auf uns zukommen, vor allem bezüglich der Locations. Und ich werde natürlich auch weiter als Kleindarsteller vor der Kamera stehen.

Gerade standen Sie als aktiver Fußballer in der MSV-Arena mit etlichen Stars der Zebras vor der Kamera. Wie ist es gelaufen?

Ippendorf Das war sehr nett, und sehr entspannt.

Also Stars zum Anfassen?

Ippendorf Klar, wir haben auch gefachsimpelt, die Spielzüge für den Dreh sind auch locker gelaufen. Es ist nur ärgerlich, wenn man sich ausspielen lassen muss (lacht). Aber mal im Ernst: Ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht, komme viel herum und lerne viele nette Leute und auch Stars kennen.

(RP)
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