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Dinslaken: Diskussion um Radler in der Fußgängerzone

Dinslaken : Diskussion um Radler in der Fußgängerzone

Der Rat der Stadt entscheidet am 17. Oktober über den Vorschlag der Verwaltung.

Ein erstes Maßnahmenpaket hatte sich die Stadtverwaltung auf Grundlage des Fuß- und Radverkehrskonzeptes überlegt. Auch sollte die Fußgängerzone außerhalb der Geschäftszeiten (20 bis 8 Uhr) für Radfahrer geöffnet werden.

Mit diesem Vorschlag zeigten sich die Sozialdemokraten jetzt in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr sowie des Planungsausschusses gar nicht einverstanden. Man sei dagegen, sagte Ratsherr Karl-Heinz Geimer und betonte, eine Öffnung der Neu- und Duisburger Straße für Radfahrer sei gar nicht nötig, da man den Rutenwall habe. Dafür gab es Kritik von den Christdemokraten, aber auch von Gerd Baßfeld von den Linken. Hans-Georg Hellebrand (CDU) meinte, mit dem Beschluss werde nur das legitimiert, was jetzt schon gängige Praxis sei. "Es wird keine Konflikte geben", fügte er hinzu und zielte darauf ab, dass dort nachts so gut wie kein Fußgänger unterwegs sei. Auf der anderen Seite habe man eine helle, autofreie Straße. Heinrich Mühmert (Offensive Dinslaken) sagte, er wolle nicht, dass durch die Neustraße gefahren werde, der Rutenwall sei die Fahrradstraße.

Der Änderungsantrag der SPD, über den Maßnahmenkatalog ohne die Fußgängerzone abstimmen zu lassen, bekam im Verkehrsausschuss eine Mehrheit und dort wurde die Empfehlung an den Rat ausgesprochen, den Maßnahmenkatalog bis auf die Öffnung der Fußgängerzone zu verabschieden. Im Planungsausschuss gab es keine Mehrheit für den Änderungsvorschlag. Weil es hier aber eine Stimmengleichheit gab, gilt die komplette Vorlage als abgelehnt.

Mit diesen beiden Abstimmungen ist aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Mit dem Fußweg- und Radverkehrskonzept werden sich am Dienstag, 10. Oktober, der Hauptausschuss und am Dienstag darauf, 17. Oktober, der Rat der Stadt befassen. Dann könnte das Abstimmungsergebnis wieder ganz anders aussehen.

(mt)